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Coming-out von Marco Lehmann«Als schwuler Spitzensportler wirst du ein guter Lügner»

Weil er um seine Karriere fürchtet, unterdrückt der Basketballprofi sein Schwulsein jahrelang. Obwohl die Homophobie im Team auch mal eskaliert. Jetzt hat er genug.

Optimistischer Blick in die Zukunft: Mit seinem Coming-out will Basketballer Marco Lehmann die teilweise düstere Vergangenheit hinter sich lassen.
Optimistischer Blick in die Zukunft: Mit seinem Coming-out will Basketballer Marco Lehmann die teilweise düstere Vergangenheit hinter sich lassen.
Foto: Samuel Schalch

Tief verkriecht er sich im Sitz. Im weichen Polster stellt er sich schlafend, aber er hört umso genauer hin, was ein paar Reihen entfernt die Mitspieler diskutieren. Ein Reisecar bringt ihn und seine Mannschaftskollegen gerade von einem Auswärtsspiel zurück nach Hause, da fällt dieser Satz, der ihn trifft wie der Blitz. «Umbringen sollten sich die.»

Marco Lehmann ist entgeistert. Fassungslos. Am Ende. «Umbringen sollten sich die.» Der Mitspieler spricht von Schwulen. Lehmann, 27, ist: Basketballspieler auf höchstem Schweizer Niveau. Und schwul.

Seit er 5 ist, betreibt und liebt der junge Mann aus Kloten das Spiel mit dem Korb. In seiner Jugend spielt er auch Wasserball und Tischtennis und Eishockey, aber die grosse Leidenschaft – die gehört dem Basketball. Er trainiert fast jeden Abend und träumt von der grossen NBA in Amerika.

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