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Neuer MundartromanAls Pedro Lenz noch Backsteine schleppte

Im neuen Mundartroman «Primitivo» erzählt der gelernte Maurer Pedro Lenz von seiner Zeit auf dem Bau. Sein Alter Ego ist ein Lehrling, der in einem alten Fremdarbeiter einen Mentor findet.

Pedro Lenz lernte Maurer und arbeitete sieben Jahre auf dem Bau.
Pedro Lenz lernte Maurer und arbeitete sieben Jahre auf dem Bau.
Foto: Keystone /Alessandro della Valle

«A däm Tag, wo der Primitivo isch gstorbe, han i z Wiedlisbach im Dettebüeu zwöiedriissg Sanitärschlitze zuegmuuret.» Ein tödlicher Unfall hat sich an diesem Sommertag 1982 auf einer anderen Baustelle ereignet. «Da Da Da» von «Trio» läuft in diesen Monaten jeden Tag im Radio, «en einfache Song, e banale Song, aber eine, wo passt het zu dene Johr».

Als der junge Maurerlehrling Charly nach seinem Tagwerk im Magazin seiner «Bude» in Langenthal eintrifft, wird die Belegschaft informiert. Primitivo, der alte spanische Fremdarbeiter, der kurz vor der Pensionierung stand, ist von einem herabfallenden Schalungselement erdrückt worden. «Con las botas puestas» ist er gestorben, geht Charly durch den Kopf, mit den Stiefeln an den Füssen, wie man in Spanien sagt. Aber er ist nicht nur traurig, sondern spürt auch Ärger, weil er sich durch den plötzlichen Tod von Primitivo alleingelassen fühlt.

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