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Endlich FrauenstimmrechtAls der Bundesrat einer Tiefkühltruhe glich

Von Begrüssungsblumen, Neid und Toilettenmangel: Eine Ausstellung im Bernischen Historischen Museum lässt die ersten Frauen im Bundeshaus zu Wort kommen. Das ist eine veritable Gefühls-Achterbahn.

Die ersten Parlamentarierinnen nahmen in den 70er-Jahren Platz im damaligen «Männerheiligtum» Bundeshaus (Gruppenfoto vom Juli 1972).
Die ersten Parlamentarierinnen nahmen in den 70er-Jahren Platz im damaligen «Männerheiligtum» Bundeshaus (Gruppenfoto vom Juli 1972).
Foto: Keystone-SDA

Warten mussten sie beide, wenn auch ungleich lange: die eine aufgrund von Corona einen Monat, die anderen aufgrund von Ignoranz über ein Jahrhundert. Gemeint ist einerseits die Ausstellung «Frauen ins Bundeshaus! 50 Jahre Frauenstimmrecht», die bereits Mitte November hätte eröffnet werden sollen. Zum anderen sind Schweizer Politikerinnen gemeint, die erst 123 Jahre nach Annahme der helvetischen Bundesverfassung ein Amt auf eidgenössischer Ebene bekleiden durften. Die Geschichten dieser Frauen dienen nun quasi als Museums-Exponate.

Zum runden Geburtstag des Frauenstimmrechts hat das Bernische Historische Museum nämlich zusammen mit dem interdisziplinären Zentrum für Geschlechterforschung der Universität Bern (IZFG) eine Ausstellung aufgegleist, die fast gänzlich ohne Objekte auskommt. Dafür werden auf Bildschirmen insgesamt 12 Politikerinnen unterschiedlicher Couleur ins Rampenlicht gerückt.

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