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Internierung der Bourbaki-Armee 1871Als Bern 20’000 Flüchtlinge aufnahm

Vor 150 Jahren wurde die Bourbaki-Armee für die Schweiz zu einer humanitären Bewährungsprobe. Die Hilfsbereitschaft für die «ungebetenen Gäste» war gross – auch in Bern.

Entwurf für das Bourbaki-Panorama des Genfer Malers Edouard Castres, der als Sanitäter des Roten Kreuzes selber Augenzeuge des Kriegs war.
Entwurf für das Bourbaki-Panorama des Genfer Malers Edouard Castres, der als Sanitäter des Roten Kreuzes selber Augenzeuge des Kriegs war.
Bild: Keystone

Zerlumpt, erschöpft, demoralisiert, durchfroren, kampfunfähig – so werden die Soldaten der französischen Ostarmee beschrieben, die Anfang Februar 1871 in der neutralen Schweiz Schutz vor dem siegreichen deutschen Feind und der Winterkälte suchten. Es waren 87'847 Mann und 12’000 Pferde, die auf 190 Ortschaften in den Schweizer Kantonen verteilt wurden.

Eine gewaltige Menge an Menschen, zählte die Schweiz damals doch nur etwa 2,6 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner. In zeitgenössischen Berichten wird immer wieder betont, wie elend die Soldaten aussahen und wie viele von ihnen nur kaputtes oder überhaupt kein Schuhwerk hatten und sich Lumpen um die Füsse gewickelt hatten.

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