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Corona verbreitet sich schnellerAlle Schweizer Regionen verfehlen das Covid-Ziel

In der Deutschschweiz steigen die Fallzahlen bereits wieder exponentiell, und auch die Romandie ist inzwischen nicht mehr auf Kurs. Wissenschaftler fürchten das Genfer Szenario in der ganzen Schweiz.

Ein Covid-Patient wird im Genfer Unispital versorgt. Der Kanton wurde härter vom Coronavirus getroffen als der Rest der Schweiz, obwohl die Fallzahlen langsamer stiegen als in der Deutschschweiz.
Ein Covid-Patient wird im Genfer Unispital versorgt. Der Kanton wurde härter vom Coronavirus getroffen als der Rest der Schweiz, obwohl die Fallzahlen langsamer stiegen als in der Deutschschweiz.
Foto: Martial Trezzini (Keystone)

Die Frage hat eine Kontroverse ausgelöst: Warum grassierte die Covid-Pandemie in der Romandie Ende Oktober viel heftiger als in der Deutschschweiz?

Jetzt liefert die Wissenschafts-Taskforce des Bundes ihre Antwort. Und die ist für die Deutschschweizer beunruhigend.

In der Westschweiz waren es nicht etwa kulturelle Gründe, die zu doppelt so vielen Angesteckten und Toten führten. Gemutmasst wurde unter anderem, die Lateiner könnten einfach nicht auf Küsschen und anderen Körperkontakt verzichten.

In der Deutschschweiz gings schneller nach oben

Das Gegenteil scheint wahr zu sein, wie eine Datenauswertung der Taskforce zeigt, die sie am Mittwoch veröffentlichte: In der Romandie wuchsen die Fallzahlen zwischen Mitte September und Ende Oktober sogar deutlich langsamer als in der Deutschschweiz. In der Region Genfersee nahmen sie um das 15-Fache zu, im Tessin hingegen um den Faktor 80, in der Zentralschweiz um den Faktor 40.

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