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Literatur in FächerformAlle diese «chumligen» Einsprengsel

Von «küderlen» bis zum «Totsch»: Neue Wortfächer von Jeremias Gotthelf und dem Aargauer Dichter Paul Haller versammeln kernige Mundart-Ausdrücke. Und ein Berner Verleger wird kurzfristig zum Haiku-Dichter.

Endlich wissen wir, wer die Abkürzung «O.M.G» wirklich erfunden hat: Jeremias-Gotthelf-Denkmal in Lützelflüh.
Endlich wissen wir, wer die Abkürzung «O.M.G» wirklich erfunden hat: Jeremias-Gotthelf-Denkmal in Lützelflüh.
Foto: Manu Friederich

«Unsere Ränzen waren afange so dünn, dass ich perfekt das Corsett einer Stadtjumpfere hätte tragen können.» Die «Stadtjumpfere» – das ist bei Jeremias Gotthelf (17971854) eine junge Städterin. Der grosse Emmentaler Dichter zwar war kein Mundart-Schriftsteller, er verstand es jedoch virtuos, Dialektausdrücke so in seine Werke einzubauen, dass die Figuren lebensecht wirken und den Lesenden die Szenen bildhaft vor Augen treten. Mal wird jemand «ausgepudelt», «geäckt» oder ihm wird «die Kuttle gewaschen»; mal geht es gemütlicher zu und her mit «küderlen» und «heimelen», und vom «Bajass» bis zum «Zwänggring» bevölkern mancherlei eigentümliche Persönlichkeit seinen Geschichten.

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