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Lonza-DebakelAlain Bersets Rechtfertigung fällt in sich zusammen

Dokumente zeigen: Der Bund wollte im vergangenen Jahr eine «nationale Produktion». Moderna war bereit, diese zuzulassen. Damit entfallen beide Gründe, die der Gesundheitsminister für seine passive Haltung ins Feld führte.

Bundesrat Alain Berset, die Walliser Staatsrätin Esther Waeber-Kalbermatten und der Walliser Regierungspräsident Christophe Darbellay (von links) am 11. Januar 2021 in der Lonza-Fabrik in Visp.
Bundesrat Alain Berset, die Walliser Staatsrätin Esther Waeber-Kalbermatten und der Walliser Regierungspräsident Christophe Darbellay (von links) am 11. Januar 2021 in der Lonza-Fabrik in Visp.
Foto: Alessandro della Valle (Keystone)

Hat Bundesrat Alain Berset inmitten der Pandemie die Chance versäumt, mit Staatsgeldern eine für die Schweiz reservierte Produktionslinie für einen Covid-19-Impfstoff aufzubauen und so die Impfstoffknappheit zu verringern?

Diese Frage bewegt die Schweiz, seit die Tamedia-Zeitungen am 11. März berichtet hatten, dass Lonza-Präsident Albert Baehny dem Gesundheitsminister ein entsprechendes Angebot unterbreitet hat.

Berset wehrte sich umgehend gegen den Vorwurf, er habe etwas verpasst. Am 12. März sagte er an einer Medienkonferenz im Bundeshaus, er habe das Anliegen aus zwei Gründen nicht weiterverfolgt. Erstens habe man beim Bund «sehr rasch verstanden, dass diese Impfungen und die Produktion zu 100 Prozent in den Händen von Moderna bleibt».

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