Brasilien siegt dank Penaltygeschenk

Dank zwei Treffern von Hoffnungsträger Neymar rang Brasilien im WM-Eröffnungsspiel von São Paulo Kroatien 3:1 nieder.

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Nichts als Wunderdinge erwarten sie von ihm an dieser WM. Auf seinen Schultern ruhen die Hoffnungen der Fussballnation, er soll die Seleção ins Maracanã führen. Und im Eröffnungsspiel gegen Kroatien hat Neymar gestern Abend in São Paulo die Erwartungen der Brasilianer fürs Erste erfüllt: Der Angreifer des FC Barcelona trug zum 3:1-Sieg der Brasilianer zwei Treffer bei.

Dabei hatte die Partie denkbar ungünstig begonnen für sie. Von den 68 000 Zuschauern in der ausverkauten Arena Corinthians trugen die meisten ein gelbes Trikot der Seleção. Und gemeinsam mit den Spielern sangen sie die Nationalhymne, dass manchem Tränen in die Augen schossen. Und dergestalt aufgeputscht, liefen sie zum Entsetzen der Fussballnation ins frühe Verderben.

Aussenverteidiger Alves setzte in der 11. Minute dem kroatischen Torhüter nach. Olic nutzte den dadurch freigewordenen Raum, um zu kontern und flanken, und vom Fuss des verdutzten Marcelo sprang der Ball ins Tor. Es war das erste Eigentor in einem WM-­Eröffnungsspiel und das erste eines Brasilianers an einer WM überhaupt.

Die Gastgeber versuchten zu reagieren, allzu souverän wirkten sie aber nicht angesichts des unerwarteten Rückstandes. Neymar liess sich zu einem Ellbogenschlag gegen Modric verleiten. Ein Foul, das ihm statt einer Verwarnung auch den Platzverweis hätte einbringen können. So aber durfte Neymar weiterspielen, und nur drei Minuten später gelang ausgerechnet ihm nach knapp einer halben Stunde der Ausgleich. Nach einer Balleroberung von Oscar traf er aus der Distanz.

Kroaten haderten mit Penalty

Nach der Pause verlor die zuvor sehr muntere Partie an Unterhaltungswert. Die Angst vor dem neuerlichen Fehler war auf beiden Seiten zu erkennen. Die Kroaten standen zudem noch etwas tiefer als zum Ende der ersten Halbzeit, und die Brasilianer leisteten sich einige Ungenauigkeiten zu viel. Torchancen jedenfalls gab es lange keine mehr, erste Pfiffe waren bald zu vernehmen, und die Fans überbrückten die Zeit mit La Ola. Seltener Aufreger blieb, als Corluka vor dem Strafraum Neymar fällte. Auch er erfuhr die Milde des Schiedsrichters.

In der 69. Minute dann erwachten die Zuschauer schlagartig wieder. Nachdem Lovren im Strafraum nach der Schulter von Fred gegriffen hatte, entschied Schiedsrichter Nishimura auf Penalty. Die Kroaten haderten nicht zu Unrecht mit diesem harten Entscheid, gleich mit sechs Mann hätten sie den Japaner trotzdem nicht zu bedrängen brauchen. Dass Neymar mit viel Glück an Pletikosa vorbei zum 2:1 traf – es passte zu diesem Spiel, es passte zu diesem Arbeitssieg. Den in der Nachspielzeit der starke Oscar mit dem dritten Treffer per Fussspitze abrundete. (DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 13.06.2014, 00:13 Uhr

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