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In der Geburtsstadt von Corona76 Tage Lockdown in Wuhan und jede Menge Lügen

Vor einem Jahr warnten die ersten Experten vor einer neuartigen Lungenkrankheit in China. Zu Besuch in der Stadt Wuhan, in der alles begann – und angeblich alles zu Ende ist.

Heute die «sicherste Stadt der Welt»: Menschen spazieren im Dezember am Ufer des Flusses Jangtse in Wuhan.
Heute die «sicherste Stadt der Welt»: Menschen spazieren im Dezember am Ufer des Flusses Jangtse in Wuhan.
Foto: Getty Images

Die Stadt Xinyang ist die letzte Station, bevor der Zug die Endstation erreicht: Wuhan. Es ist der 22. Januar 2020. Vor einigen Minuten haben die Staatsmedien darüber informiert, dass Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes Wuhan nicht mehr verlassen dürfen. Die meisten Passagiere im Zug sind auf dem Weg zu ihren Familien für das Neujahrsfest. Sie wirken nicht beunruhigt. Aber wenn Beamte nicht mehr gehen dürfen – wer darf als Nächstes nicht mehr raus? Soll man aussteigen? Weiterfahren?

Die Entscheidung, nach Wuhan zu fahren, ist kurzfristig gefallen. Kurz zuvor war ein Video aus einem Spital in Wuhan öffentlich geworden. Ärzte in Ganzkörperanzügen, ein Mann, angeschlossen an Maschinen und Dutzende Schläuche. Die Behörden hatten zugegeben, dass sie ein neues Virus entdeckt haben, doch die Regierung beschwichtigt, alles halb so wild.

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