Mögliche FCZ-Gegner: Xhaka, Chelsea – oder doch Genk?

Zwischen Traumlos und undankbaren Aufgaben: Im Sechzehntelfinal der Europa League warten Brocken.

Anfang November sagte FCZ-Präsident Ancillo Canepa schon mal, wen er sich in der K.-o.-Phase wünscht. Nun, Liverpool ist nicht mehr möglich. Video: Sebastian Rieder

Als einziger Schweizer Club überwintert der FC Zürich europäisch. Dank dem zweiten Platz in der Europa League fliessen bisher 5,8 Millionen Euro Prämie in die Vereinskasse – und als weitere Belohnung könnte es zum Duell mit einem der Grossen von Europas Clubfussball kommen. Als ungesetztes Team könnte der FCZ im Sechzehntelfinal am Montag (13 Uhr) aber auch einen undankbaren Gegner zugelost bekommen.

Traumlos:
Ancillo Canepa würde gern nach England gehen. «Arsenal, Chelsea oder Liverpool» wünschte sich der FCZ-Präsident Anfang November, als die Zürcher in Leverkusen gastierten. Immerhin Granit Xhakas Arsenal und Chelsea wären noch möglich. Allerdings, um bei Canepas Wunsch zu bleiben, lieber erst im Achtelfinal. Ebenfalls seinen Reiz hätte eine Reise nach Neapel. Die Italiener stehen für attraktiven Fussball, spielen im altehrwürdigen, stimmungsgewaltigen Stadio San Paolo – gecoacht von Startrainer Carlo Ancelotti.

Mit Inter Mailand wäre ein weiterer klingender Name möglich – und auch wenn die ganz grosse Zeit des 18-fachen italienischen Meisters vorbei ist: Ein Auftritt im San Siro ist immer ein Erlebnis. Apropos Erlebnis: Als Bundesliga-Vertreter gehört auch Eintracht Frankfurt in diese Kategorie. Dazu kommen die fussballverrückten Fans, in die sich mittlerweile halb Europa verliebt hat – und natürlich das Wiedersehen mit YB-Meistercoach Adi Hütter.


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Ärgerte neben Liverpool auch Paris: Italiens Vizemeister Napoli. Quelle: Teleclub


Undankbar:
Die Mehrheit der möglichen Gegner klingt zwar nicht ganz so attraktiv, sie verfügen aber doch über viel Qualität. Betis Sevilla beispielsweise spielte Mitte November phasenweise den FC Barcelona an die Wand und gewann im Camp Nou 4:3. Dazu schalteten die Andalusier Milan aus. Stadtrivale Sevilla steht in der spanischen LaLiga auf dem zweiten Platz, und Villarreal liegt nach katastrophalem Start zwar auf dem 17. Rang der nationalen Meisterschaft, verfügt mit Santi Cazorla, Carlos Bacca und dem von halb Europa umworbenen Pablo Fornals aber über begnadete Fussballer. Auch Valencia versprüht nicht mehr den Glanz früherer Tage – zeigte aber schon gegen YB, dass sie für Schweizer Teams normalerweise zu stark sind.

Möglich wäre auch ein Duell mit Haris Seferovic in Lissabon. Benfica steckt zwar aktuell in der Krise, ist aber stärker einzuschätzen als die Zürcher. Dazu ist der zwangsläufige nationale Vergleich undankbar: Der FC Basel gewann vergangene Saison beide Spiele gegen die Portugiesen (2:0 und 5:0). Weitere schwierige Gegner sind die beiden Teams aus dem Osten, Zenit St. Petersburg und Dynamo Kiew. Und natürlich Dinamo Zagreb: Mit dem Schweizer Nationalspieler Mario Gavranovic im Sturm verloren die Kroaten in der Champions-League-Qualifikation denkbar knapp gegen Super-League-Dominator YB.

In Reichweite:
Als Zweitplatzierter gibt es für den FCZ kaum Gegner, die an einem mehr oder weniger normalen Arbeitstag im Bereich des Machbaren liegen. Dazu gehört Salzburg. Österreichs Serienmeister schaltete zwar überraschend im Dosen-Derby RB Leipzig aus, ein Sieg gegen einen östlichen Nachbarn sollte für ein Schweizer Team immer in Reichweite sein. Möglich wäre auch Genk. Zwar führen die Belgier die nationale Meisterschaft an und gewannen die Gruppe mit Malmö, Besiktas Istanbul und Sarpsborg – im letzten Europa-League-Spiel gegen den Achtplatzierten von Norwegens Eliteserien hiessen Genks Torschützen: Zinho Gano, Joseph Paintsil, Sander Berge und Joseph Aidoo.

Alle Teams auf einen Blick:
Arsenal
Benfica
Chelsea
Dinamo Zagreb
Dynamo Kyiv
Eintracht Frankfurt
Genk
Internazionale Milano
Napoli
Real Betis
Salzburg
Sevilla
Valencia
Villarreal
Zenit

fas

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