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Entsorgung und ihre Tücken

Die Empörung über das Ansinnen der Stadt, künftig eine Abfallgebühr zu erheben, ist gross. Experten sehen das Vorhaben differenzierter, der Tenor ist: ja, aber.

Quell des Ärgers: Abfall im öffentlichen Raum.

Quell des Ärgers: Abfall im öffentlichen Raum.

(Bild: Reto Oeschger)

Etwas bleibt immer liegen. Im öffentlichen Raum unserer Konsumgesellschaft ist das meist: Abfall. Das Problem treibt die Städte um, die der Müllberge Herr werden müssen. Was fehlt? Ist es Zeit? Bewusstsein? Erziehung?

11 Millionen Franken kostet die Stadt Bern die Beseitigung von Müll im öffentlichen Raum pro Jahr. Seit Jahren stört sich die rot-grün dominierte Stadtregierung daran, dass die gesamten Kosten vom Steuerzahler bezahlt werden. In der Bekämpfung des Abfallproblems geht sie jetzt neue Wege und setzt den Hebel beim Verkäufer an. Als erste Schweizer Stadt will Bern einen «Sauberkeitsrappen» einführen, will Take-aways, Bars, Clubs, Dönerbuden und gar Kioske mit einer Gebühr belegen. Der Vorschlag ist seit Montag in der öffentlichen Vernehmlassung – und sorgt für rote Köpfe.

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