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«Es ist unsinnig, Bären nur für Touristen zu züchten»

Dem Tierphilosophen Markus Wild missfallen die Zuchtpläne des Bärenparks. Im Interview spricht er über klagende Zoodirektoren und veraltete Konzepte.

Können Tierpark-Besucher über eingesperrte Bären überhaupt etwas lernen? Der Tierphilosoph Markus Wild bezweifelt das.

Können Tierpark-Besucher über eingesperrte Bären überhaupt etwas lernen? Der Tierphilosoph Markus Wild bezweifelt das.

(Bild: Adrian Moser)

Martin Erdmann@M_Erdmann

Der Tierpark Dählhölzli will mit neuen Gehegen Platz für die Bärenzucht schaffen. Was geht Ihnen als Tierphilosoph dabei durch den Kopf?
Ich habe kein Verständnis für diese Pläne. Es ist unsinnig, Bären zu züchten und mit ihnen Gehege zu füllen, nur um Touristen anzulocken. Denn gleichzeitig werden in Osteuropa schätzungsweise über 100 Bären illegal gehalten, die wirklich Hilfe brauchen. Deshalb ist es Augenwischerei, wenn der Tierpark behauptet, ihm stehe das Tierwohl im Vordergrund. Wenn das so wäre, würde er die Tiere schützen, anstatt sie zu züchten. Der Bärenpark in Arosa dient da als gutes Beispiel.

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