Stadt verdoppelt Beitrag ans Lichtspiel

Ab 2016 fehlen der Kinemathek Lichtspiel mehrere 10'000 Franken vom Kanton.

Umfangreiche Sammlung: Das Filmarchiv der Kinemathek Lichtspiel.

Umfangreiche Sammlung: Das Filmarchiv der Kinemathek Lichtspiel.

(Bild: Adrian Moser)

Es ist Kino, Museum und Filmarchiv zugleich. Das Berner Lichtspiel ist ein weitherum bekanntes Zentrum für Fragen rund um den Film. Neben dem Schweizer Filmarchiv in Lausanne ist das Lichtspiel die einzige Schweizer Institution, die im Verband der internationalen Kinematheken (Fiaf) Aufnahme fand. Bisher wurde die Institution vom Kanton mit grosszügigen Beiträgen bedacht. 100'000 Franken allein für die Jahre 2013 bis 2015. Mit dem neuen kantonalen Kulturförderungsgesetz (KKFG), welches ab 2016 umgesetzt wird, muss das Lichtspiel aber voraussichtlich auf die Unterstützung des Kantons verzichten. Die Kinemathek erreicht gemäss den behördlichen Vorgaben nicht den Status «regionale Bedeutung».

Funktioniert dank Freiwilligen

In die Bresche springt stattdessen die Stadt Bern. Diese verdoppelt – auch wegen stark gestiegener Mietkosten – ihr Engagement von 50'000 auf knapp 100'000 Franken. Damit erlässt die Stadt dem Lichtspiel faktisch die Miete der Räumlichkeiten in der Ryff-Fabrik. Der Direktor des Lichtspiels, David Landolf, sagt, dass man seit der Gründung im Jahr 2000 noch nie langfristig planen konnte. «Wir können die kulturhistorisch wichtigen Arbeiten nur dank Zivildienstleistenden, Praktikantinnen, Langzeitarbeitslosen, pensionierten Vereinsmitgliedern oder Personen leisten, die im Strafvollzug gemeinnützige Arbeiten ausführen», so Landolf. Obwohl der Kanton sich immer sehr hilfsbereit zeigte, sei es mit dem neuen Kulturförderungsgesetz anscheinend nicht mehr möglich, Projektbeiträge in der bisherigen Höhe zu leisten. Ob sich der Kanton weiterhin mit kleineren Projektbeiträgen beteiligen wird, steht noch nicht abschliessend fest.

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