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Finanzdirektor will auf Grossprojekte verzichten

Gemeinderat Michael Aebersold sieht Grenzen der Schuldenwirtschaft. Er stellt deshalb unter anderem die Beteiligung am Museumsquartier in Frage.

Für die Stadt gäbe es andere Prioritäten als das Museumsquartier, meint Gemeinderat Michael Aebersold (SP).

Für die Stadt gäbe es andere Prioritäten als das Museumsquartier, meint Gemeinderat Michael Aebersold (SP).

(Bild: Franziska Rothenbühler)

Bernhard Ott@Ott_Bernhard

Bisher galt er als einer der ausgabenfreudigsten Finanzminister der Schweiz. Doch beim Stadtberner Finanzdirektor Michael Aebersold (SP) ist ein Umdenken im Gang. Angesichts des hohen Investitionsbedarfs lasse sich an der jährlichen Neuverschuldung der Stadt in der Höhe von 30 Millionen Franken zwar nichts ändern, hält Aebersold fest. «Hingegen sind einige der heute diskutierten Projekte nicht finanzierbar.» Für verzichtbar hält er etwa den «Löifu», den Aarekanal im Marzilibad sowie das jahrzehntealte Projekt eines Stadthauses, in dem die Verwaltung zentralisiert werden soll. Fraglich ist für Aebersold ausserdem die städtische Beteiligung am Grossprojekt Museumsquartier, das die Museen im unteren Kirchenfeldquartier umfasst. «Es wird sich die Frage stellen, ob und wenn ja in welchem Umfang sich die Stadt an einem Projekt im dreistelligen Millionenbereich beteiligen kann», sagt Aebersold.

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