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FBI-Untersuchung nach Capitol-Sturm22-Jährige wollte Pelosi-Laptop an Russland verkaufen

Laut dem FBI hat eine Capitol-Stürmerin versucht, mit dem russischen Geheimdienst ein Geschäft zu machen. Jetzt ist die junge Frau untergetaucht.

«Wir werden nicht zurückweichen»: Trump-Anhänger haben bei ihrem Capitol-Sturm im Büro von Nancy Pelosi eine Notiz hinterlassen. (6. Januar 2021)
«Wir werden nicht zurückweichen»: Trump-Anhänger haben bei ihrem Capitol-Sturm im Büro von Nancy Pelosi eine Notiz hinterlassen. (6. Januar 2021)
Foto: Saul Loeb (AFP)

Nach der Erstürmung des US-Capitols soll eine junge Teilnehmerin den Laptop der Vorsitzenden des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, erfolglos dem russischen Geheimdienst angeboten haben. Das geht aus einer Strafanzeige der Bundespolizei FBI von Sonntagabend hervor. Darin beantragt die Behörde die Festnahme der 22-Jährigen wegen «gewaltsamen Eindringens und ordnungswidrigen Verhaltens» im Capitol.

Die Beschuldigte stammt nach FBI-Angaben aus Pennsylvania. Ihr Aufenthaltsort sei derzeit unbekannt. Mehrere Bilder vom 6. Januar würden die Frau in der Nähe von Pelosis Büro zeigen.

Einem Zeugen zufolge habe die Frau den Laptop einem Freund in Russland schicken wollen, der ihn an den russischen Auslandsgeheimdienst SWR verkaufen sollte, hiess es in der Strafanzeige. Aus unbekannten Gründen sei der Verkauf gescheitert. Die Frau «besitzt den Computer noch oder hat ihn zerstört», wird der Zeuge zitiert.

Mutter: Sie wollte «für ein paar Wochen» verschwinden

Die Mutter der Frau habe eine Brillenträgerin mit braunen Haaren auf Bildern auf dem Capitol als ihre Tochter identifiziert, hiess es in dem FBI-Dokument. Diese sei mit ihrem Vater nach Washington gereist. Nach ihrer Rückkehr habe sie ihre Sachen gepackt und ihrer Mutter gesagt, sie verschwinde «für ein paar Wochen». Das FBI geht davon aus, dass die 22-Jährige geflohen ist.

Es sei noch unklar, ob überhaupt ein Laptop von Pelosi gestohlen worden sei, teilte das FBI mit. Die Untersuchung dazu dauere noch an.

Washington befindet sich vor der Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Joe Biden am Mittwoch im Ausnahmezustand: Aus Sorge vor neuer Gewalt nach der Capitol-Erstürmung vom 6. Januar gelten drakonische Sicherheitsvorkehrungen. Das Capitol wurde weiträumig abgesperrt, in der Innenstadt wurden Zäune und Metallbarrieren errichtet, rund 25’000 Nationalgardisten werden am Mittwoch im Einsatz sein.

Lesen Sie dazu auch: Ein Machtwechsel wie keiner zuvor

afp/oli

20 Kommentare
    Max Stirn

    Die Geschichte erinnert mich irgendwie an die Coen Brother Satire "Burn after reading"

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