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«Der hohe Grundbedarf hält Leute vom Arbeitsmarkt fern»

Eine Kürzung der Sozialhilfe würde es Firmen ermöglichen, Jobs im Tieflohnsegment zu schaffen, sagt der Politökonom Christoph Schaltegger im Interview.

Sinkt die Sozialhilfe, könnten Firmen mehr Billig-Arbeitsplätze anbieten, argumentiert Ökonom Schaltegger. (Symbolbild)

Sinkt die Sozialhilfe, könnten Firmen mehr Billig-Arbeitsplätze anbieten, argumentiert Ökonom Schaltegger. (Symbolbild)

(Bild: Keystone Gaëtan Bally)

Herr Schaltegger, Regierungsrat und Kantonsparlament wollen den Grundbedarf der Sozialhilfe um 8 bis 30 Prozent kürzen. Im Gegensatz dazu sollen die Anreizleistungen ausgebaut werden. Was halten Sie von der Stossrichtung der Revision?
Die generelle Stossrichtung halte ich für sinnvoll. Heute müssen fast alle Bedürftigen in der Sozialhilfe gleich behandelt werden, obwohl sie unterschiedliche Ausgangslagen haben und sich auch unterschiedlich engagieren. Mit einem tieferen Grundbedarf, aber höheren Anreizleistungen lassen sich besser Abstufungen vornehmen. Es geht auch um Gerechtigkeit. Wenn sich jemand engagiert, von der Sozialhilfe loszukommen, teils durchaus mit hohem Aufwand und persönlichem Risiko, soll die Person mehr haben als diejenigen, die sich kaum bemühen.

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