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«Seien wir verdammt nochmal ehrlich»

Hollywood sei geprägt von Regisseuren, die alle mehr oder weniger dieselbe Perspektive haben. Wie man das ändert, erklärt Barry Jenkins im Interview.

«Die bisherige Filmästhetik wurde geprägt von Regisseuren, die alle dieselbe Perspektive hatten»: Barry Jenkins. Foto: Kayla Reefer (NYT)

«Die bisherige Filmästhetik wurde geprägt von Regisseuren, die alle dieselbe Perspektive hatten»: Barry Jenkins. Foto: Kayla Reefer (NYT)

Die Oscar-Gala 2017 bleibt unvergessen: Zuerst wurde«La La Land» als Siegerfilm verkündet, der korrekte Gewinner war aber Ihr Drama«Moonlight». Was ging Ihnen da durch den Kopf?
Ich erinnere mich, dass es mir ziemlich elend ging. Nach der Verleihung besuchte ich die ­«Vanity Fair»-Party und sass für mich allein. Umgeben von Leuten, aber sehr einsam. Mein Gefühl war, dass etwas nicht stimmte. Die Leute von «La La Land» waren gekränkt, dass sie am Ende doch nicht gewonnen hatten. Gleichzeitig spürte ich, dass unserem Film etwas weggenommen wurde. Ich hatte den Eindruck, ein riesiges Durcheinander erlebt zu haben, und mir ­kamen Zweifel. Was schade ist, schliesslich hätte man von der Oscar-Akademie nicht unbedingt erwartet, dass sie «Moonlight» zum besten Film kürt.

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