2. Süüle: Dr Ätti macht nomau Schtunk

«Mundart»-Kolumnist Peter Schibler über Ärger mit der Pensionskasse.

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Es isch ja, wenn i rächt zöuht ha, bereits ds vierte Mau, dass i mi Mundartkolumne hie missbruuche, für zum Thema Bezuug vo Pensionskasse-Kapital öppis abzsondere. I pflege i däm Zämehang scho schier chli e Verschwörigstheorie: Um d Pensionskasse (PK) ume fuehrwäechet es unübersichtlechs, scho fasch byzantinisches Konglomerat vo intressierte Kreise, wo i irgendere Form vo dr Kompliziertheit vo dere Materie finanziell möcht profitiere. Miner pärsönlech favorisierte primär Verdächtige si Läbesversicherer u Konsorte, u auwä voraa o Jurischte. Drbii chönnt me ganz eifach uf en Urschprung vo dere zwöite Süüle reduziert poschtuliere: Ds Gäud, wo der einzelt Versicheret i d PK iizahlt, ghört primär em Versicherette säuber, u fertig! «Mis! Gschpaarte! Ghöört! Miir!». (Ds Ganzen übrigens im Gägesatz zu dr AHV, aber mir wei hie nit no meh zungerobis bringe.) Permanänt im Abschuss-Visier vo mim erwähnte Verschwörigs-Konglomerat schteit der Kapitalbezug: Hütt cha sech, wär pensioniert wird, sis gschparte PK-Kapital teilwiis oder (je nach firmeneigettem PK-Reglemänt) ganz la usszahlen und uf ene monatlechi Ränte verzichte. Me cha sech aber o scho vor dr Pensionierig sis PK-Kapital la usszahle für 1. we me sech säubschtändig macht oder 2. i ds Ussland uswanderet oder 3. fürne Hypothek. Ds erwähnte Konglomerat (u offebar o ds Departemänt vom zueschtändige Bundesrat Berset) möcht aber itz je lengersch descht meh die Kapitalbezüg abschaffe.

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Dr hüttig Mundart-Kolumnischt, liebe Herr Berset plus Departemänt u liebs müglecherwiis vom erwähnte «Konglomerat» reschpektiv (mit wäm sim Gäut o immer) engagierts PR-Büro, u Diir, liebi vo däm erwähnte PR-Büro bediente, medial Huschhusch-Empöörti, iig, dr hüttig Mundart-Kolumnischt, heimerxeit, läben itz sider meh weder driissg Jahr im gliiche Huus z Bärn, die erschte 25 Jahr drvoo aus Mieter (dennzmau rund 1 200 Franke Mieti).

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U öppe vor siebe Jahr isch dr früecher Husbsitzer uf mi zue choo u hett mer aabbotte, mir das Huus z verchouffe: Är wett nämlech, hett dr dennzmau 75-jährig Eigetümer gseit, wüsse, wi-n-es de einisch mit däm Huus (wo sis Grossleltere-Huus isch gsii) witter geit, wenn äär einisch nümm daa sig. Är wurd das Huus gärn miir langjährigem Mieter verchouffe schatt amne Schpekulant, o we dää meh drfüür wuurd biete. U so si auso mir nöie Hussbsitzer günschtig zu üsem hüttige, «mim» langjährige Huus choo: I ha mi Pensionskasse «plünderet», für mis vertroute «Heim» günschtig chönne z finanziere, u itz, wo-n-i pensioniert wirde, «plünderen» i as chinderlose Single o no grad der Räschte vo mim PK-Guethabe (u tue daas aber uf d Sitte für eventuelli Massnahmen am Huus u verzichte no so gärn uf Chrüzfahrten oder soo, Houptsach, i darf so lang wie müglech dert blibe, wo-n-i scho sider driissg Jahr deheime bi: «Fortsetzung der bisherigen Lebensqualität»).

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Was wäär de d Alternative gsii, liebe Herr Berset & Co., we dr PK-Kapitalbezug uf ds Mau nümm müglech wäär? En Erbegmeinschaft hätt de «mis» Huus vermuetlech irgendmau doch no am Meischtbietende (öppe gar are Pensionskasse?) verchoufft, und iig hätt müessen i irgend es nöis Deheimen (vonere Pensionskasse?) irgendnöime witt wägg vom Vertroutten i d Agglo zügle, u dert hätt i auwä meh Mieti müesse zahle, weder dass i vo mire Penionskasse hätt Ränten überchoo. Rechne!

Der Bund

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