«Es hilft, wenn man nicht zu viel von der Sache versteht»

«Mit einer guten Portion Naivität» packt Christian Hirsig Dinge an, von denen andere lieber die Finger lassen. Vor zwei Jahren hat der Berner eine Programmierschule für Flüchtlinge lanciert.

Ein Blick in eine Powercoders-Klasse in Lausanne zeigt, dass Programmieren durchaus Spass machen kann.

Ein Blick in eine Powercoders-Klasse in Lausanne zeigt, dass Programmieren durchaus Spass machen kann.

(Bild: zvg)

Mathias Morgenthaler@_Morgenthaler_

Herr Hirsig, Sie haben schon unzählige Firmen gegründet und Projekte lanciert. Wie kamen Sie vor drei Jahren auf die Idee, eine Programmierschule für Flüchtlinge zu starten?
Es war wie bei all meinen Projekten: Die Idee hatte ich nicht selber, sie wurde von aussen an mich herangetragen. Gute Ideen liegen ja in der Luft, es braucht einfach Leute, die sich der Sache annehmen, die mehr Chancen sehen als Gefahren. Da ist es manchmal ganz hilfreich, wenn man nicht zu viel von der Sache versteht. Ich bin kein Asylexperte und kein Programmiercrack, aber mir war klar, dass Integration am besten über den Arbeitsmarkt gelingt und dass angesichts des Fachkräftemangels in IT-Berufen auch die Wirtschaft ein Interesse an einem solchen Projekt haben würde.

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