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Was Sie über die Sozialhilfe wissen müssen

Die Sozialhilfekosten steigen seit Jahren. Und das, obwohl die Leistungen schon mehrmals gekürzt worden sind. Der «Bund» hat Antworten auf drängende Fragen zusammengestellt.

Der Kanton Bern und die bernischen Gemeinden zusammen gaben 2017 knapp 470 Millionen Franken für die Sozialhilfe aus (Symbolbild).

Der Kanton Bern und die bernischen Gemeinden zusammen gaben 2017 knapp 470 Millionen Franken für die Sozialhilfe aus (Symbolbild).

(Bild: Keystone)

Wieso wollen Regierungsrat und Parlamentsmehrheit die Sozialhilfe kürzen?
Das Hauptargument von Regierungsrat Pierre Alain Schnegg (SVP) und der Befürworter der Teilrevision der Sozialhilfe sind die steigenden Sozialhilfekosten. Diese werden – anders als bei den Sozialversicherungen – mit Steuergeldern finanziert. Der Kanton Bern und die bernischen Gemeinden zusammen gaben 2017 knapp 470 Millionen Franken für die Sozialhilfe aus (Grafik unten). 2005 waren es noch rund 290 Millionen Franken. Ein Teil der Kostensteigerung ist rein buchhalterischer Natur, ein Teil ist mit dem Bevölkerungswachstum erklärbar, ein satter Teil ist die Folge gestiegener Ausgaben. In den letzten Jahren haben sich zumindest die Ausgaben pro Einwohner stabilisiert. Der Regierungsrat hofft zudem, dass sich Bezügerinnen und Bezüger von Sozialhilfe stärker um eine Stelle bemühen, wenn der finanzielle Druck grösser wird. Um engagierte Bedürftige zu belohnen, sollen die Anreizleistungen im Gegenzug erhöht werden.

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