Flashmob auf dem Bahnhofplatz: Debatte um Sozialhilfe ist eröffnet

Ein Blitz-Theater als Auftakt in den Abstimmungskampf: In der Innenstadt trat das Nein-Komitee zur Sozialhilfe-Abstimmung in Aktion.

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Mit einer schnellen, aber schrillen Flashmob-Aktion hat ein Teil des «Komitees für eine wirksame Sozialhilfe» den Kampf um die Sozialhilfe-Abstimmung vom 19. Mai eingeläutet. Die Gruppe «Verkehrt!» ist Teil des Nein-Komitees und wehrt sich gegen die ihrer Ansicht nach verschärfenden Massnahmen, über die im Kanton Bern abgestimmt werden wird. Ziel sind ein Nein zur Revision des Sozialhilfegesetzes und ein Ja zum Volksvorschlag für eine wirksame Sozialhilfe.

«Mit dieser Aktion beginnen wir unseren Abstimmungskampf und machen auf die Absurdität der angestrebten Revisionen aufmerksam», sagt Anna Bouwmeester von «Verkehrt!». In einer zynisch-ironischen Rede richtete sie sich im Ton der Befürworter der Verschärfung an ihr Flashmob-Publikum, das sich auf Holzklappstühlen auf dem Bahnhofplatz versammelt hatte.

Fünf Minuten Inszenierung: Die überzeichneten Befürworter und das tobende Volk.

«Mehr Hoffnungslose», «mehr Einsamkeit» und «mehr Kinder in Armut» versprachen die sarkastischen Schilder des Instant-Theaters unter freiem Himmel. Niedergebrüllt wurden die überzeichneten Befürworter vom Publikum in den Stuhlreihen, das seinen Ärger lautstark kundtat.

Passanten verfolgten das Schauspiel, genauso wie aus etwa 100 Metern Entfernung auch zwei Polizeibeamte. Nach fünf Minuten war der Spuk vorbei, der Platz wieder geräumt. Unter den Aktionisten war auch der Grossrat Hasim Sancar (Grüne).

mrm

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