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«Wir sind zur Konkordanz verdammt»

Jacqueline Badran (SP) und Thomas Aeschi (SVP) diskutieren über das Wahljahr 2019, die Fehler ihrer Parteien und führungsschwache Bundesräte.

Muss ein Bundesrat Englisch sprechen können? Thomas Aeschi und Jacqueline Badran haben dazu unterschiedliche Ansichten. Foto: Sabina Bobst

Muss ein Bundesrat Englisch sprechen können? Thomas Aeschi und Jacqueline Badran haben dazu unterschiedliche Ansichten. Foto: Sabina Bobst

Hannes Nussbaumer@tagesanzeiger
Judith Wittwer@tagesanzeiger

Seit Anfang Jahr hat die Schweiz zwei neue Bundesrätinnen. Sind es auch Ihre Bundesrätinnen?
Thomas Aeschi: Ladys first.
Jacqueline Badran: Mach nur, Aeschi.
Aeschi:Sie kennen die Empfehlung der SVP-Fraktion. Wir haben Karin Keller-Sutter und Heidi Z’graggen zur Wahl empfohlen. Ich habe beide gewählt. Ich bin überzeugt, dass wir mit Justizministerin Keller-Sutter wieder einen härteren Kurs in Asylfragen sehen werden. Verteidigungsministerin Viola Amherd wird die Beschaffung der Kampfflugzeuge fortführen – so wie sie Bundesrat Guy Parmelin aufgegleist hat.
Badran:(seufzt laut) Ja, das sind beides meine Bundesrätinnen. Wobei ich schon kurz erwähnen möchte, dass Nationalrätin Martullo-Blocher im Vorfeld diverse Parlamentarier zur Brust genommen und Heidi Z’graggen zur Wahl empfohlen hat – mit der Begründung, diese könne man besser steuern. Für mich ein fragwürdiges Verständnis von Gewaltentrennung und Konkordanz.
Aeschi: Frau Z’graggen war in der EU- und Zuwanderungspolitik schlicht näher bei uns. Wir massen uns doch nicht an, irgendeinen Bundesrat steuern zu können, auch nicht unsere eigenen.

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