Pro Patria zahlt 1,5 Millionen Franken für Murten-Panorama

Spätestens in fünf Jahren soll das riesige Schlachtpanorama nach Bern kommen.

Reto Wissmann@RetoWissmann

Die Idee, das 100 Meter lange Gemälde dauerhaft in Bern auszustellen, kommt der Realisierung einen Schritt näher. Letzte Woche hat der Stiftungsrat von Pro Patria beschlossen, weitere 750'000 Franken für das Projekt zu reservieren, wie Generalsekretär Roman Schönauer auf Anfrage bestätigt. Nach der Einlage aus der Sammlung des Jahres 2009 liegen somit 1,5 Millionen Franken in einem Fonds bereit. «Das ist unsere Jubiläumsgabe an das Schweizervolk», sagt Schönauer. Die Stiftung feierte im letzten Jahr ihre 100. Sammlung und wählte Ausschnitte aus dem Panorama der Schlacht von Murten als Sujets für ihre Sondermarken. Das Geld bleibt nun fünf Jahre für den Bau eines Ausstellungspavillons reserviert.

Realisiert werden soll der Bau als Annex ans Historische Museum Bern. Das Museum hat mit der Stiftung Murtenpanorama als Besitzerin des Bildes eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Das Geld für Bau und Unterhalt des Pavillons muss die Stiftung selber auftreiben. Es wird mit Gesamtkosten von 10 bis 15 Millionen Franken gerechnet. Laut Jakob Messerli, Direktor des Historischen Museums, ist derzeit eine Machbarkeitsstudie in Arbeit. Wie viel Geld die Stiftung bereits beisammenhat, war nicht zu erfahren.

Bekannt von der Expo.02

Das Panoramabild wurde 1893/94 vom deutschen Historienmaler Louis Braun geschaffen und letztmals 2002 an der Landesausstellung im Monolith von Stararchitekt Jean Nouvel auf der Arteplage in Murten einer breiten Öffentlichkeit gezeigt. Zuvor war es für 2 Millionen Franken restauriert worden.

Der Bund

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