Winterthurer Kamin um fast 30 Meter gestutzt
Von Claudia Imfeld. Aktualisiert am 23.07.2010
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Am Betonkamin der Kehrichtverwertungsanlage im Grüze-Quartier wird wohl auch morgen Samstag gearbeitet. Denn die Vorgabe ist klar: Bis Montag müssen 30 Meter des alten 80 Meter hohen Kamins abgebrochen sein. Sonst gerät das ganze Abbruchprojekt ins Wanken. Denn nur noch bis Montag ist die zweite Ofenlinie aus Revisionsgründen abgestellt. Laufen der Ofen und damit auch der Stahlkamin gleich neben dem Betonturm wieder, darf über 50 Meter über dem Boden nicht gearbeitet werden.
Entsprechend nervös wurde Projektleiter Marc Croket gestern Donnerstagnachmittag, als am Horizont Gewitterwolken aufzogen: «Wir hatten schon alles bereit, um die Leute vom Kamin zu holen.» Bei Gewitter oder Sturm müssen die Arbeiter die Plattform aus Sicherheitsgründen verlassen. Schliesslich konnte aber weiter gearbeitet werden: «Wir hatten Glück, die Front zog südlich von uns durch», sagt Croket.
Zwei Tage Schichten verlängert
In der letzten Woche sei das Wetter in Ordnung gewesen, sagt der Projektleiter: «Kein Wind und schönes Wetter.» Zwar hätten die Spezialisten, welche den Greifarm der Abbruchmaschine von Hand lenken, «literweise Wasser» trinken müssen, aber man sei gut vorangekommen. «Doch der Zeitplan ist sehr eng.» Deshalb habe man in den letzten zwei Tagen auch länger arbeiten müssen. «Und morgen Samstag werden die Arbeiter wohl auch rauf auf den Kamin müssen. Aber wir nähern uns langsam der 50-Meter-Marke.» Einen Plan B, falls die Arbeiten nicht fertig werden sollten, gibt es derzeit nicht. Crocket: «Wir sind zuversichtlich, dass wir es schaffen.»
Der alte Betonkamin wird abgebrochen, weil er seit Jahren nur noch als Notkamin diente. Ab 2012 sollen in unmittelbarer Nähe zwei neue noch sechzig Meter hohe Kamine gebaut werden. Der gesamte Abbruch des Betonkamins dauert noch sechs Wochen. (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 23.07.2010, 14:26 Uhr
