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Zürich war unfreundlich zu Oprah Winfrey

Aktualisiert am 09.08.2013 410 Kommentare

Die amerikanische Talkshow-Legende wollte in einer Edel-Boutique viel Geld ausgeben. Doch ausgerechnet die Verkäuferin stand ihr im Weg.

Unangenehmes Erlebnis in Zürich: Oprah Winfrey schildert den Vorfall bei Larry King (ab 2:00).


Oprah erhält Friedensmedaille

Der ehemalige US-Präsident Bill Clinton und Talkmasterin Oprah Winfrey werden mit der höchsten zivilen Auszeichnung der USA gewürdigt. Beide sollen in diesem Jahr die Friedensmedaille zusammen mit 14 weiteren Empfängern erhalten, kündigte das Weisse Haus in Washington an. Auch Ben Bradlee, früherer Chefredaktor der «Washington Post», soll mit der Medaille geehrt werden. Zusammen mit seinen Reportern hatte er den Watergate-Skandal aufgedeckt, der zum Sturz des ehemaligen US-Präsidenten Richard Nixon führte.

Die Auszeichnung wird seit 50 Jahren an Menschen verliehen, die einen besonderen Beitrag im nationalen Interesse der USA oder für den Weltfrieden geleistet haben. Empfänger waren unter anderen Mutter Teresa, die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und die ehemaligen britischen Premierminister Tony Blair und Margaret Thatcher. (sda)

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Superstar Oprah Winfrey

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Die ehemalige US-Talkmasterin Oprah Winfrey gehört zu den ganz Grossen der amerikanischen Fernsehindustrie. 2006 hatte ihre wöchentliche Sendung, «The Oprah Winfrey Show», 21 Millionen Zuschauer in 105 Ländern.

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Die Rocklady hat ein zweites Mal Ja gesagt. Sie feiert ihre Hochzeit am Sonntag auf ihrem Anwesen in Küsnacht mit einer illustren Gästeschar.

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Zur Hochzeitsfeier von Tina Turner und Erwin Bach Ende Juli war viel Prominenz geladen. So auch Oprah Winfrey. Die bekannte US-Talkmasterin, deren Vermögen auf zweieinhalb Milliarden Dollar geschätzt wird, liess es sich in Zürich gut gehen. Die 59-Jährige logierte im noblen Hotel The Dolder Grand und ging auf Shoppingtour durch die Innenstadt. In einem Laden muss etwas vorgefallen sein, das in US-Medien nun für Empörung sorgt.

In einem Fernsehinterview mit TV-Legende Larry King über Rassismus äusserte sich Oprah Winfrey zu den Umständen. Sie sei allein Einkaufen gegangen. Zwar verzichtete sie an jenem Tag auf künstliche Wimpern, sonst aber habe sie die komplette OprahWinfrey-Ausrüstung («the full Oprah-Gear») getragen: ein Kleid von Donna Karan, hübsche Sandalen. Im Laden, dessen Name sie nicht erwähnen werde, habe man sie trotzdem nicht erkannt, erzählte Oprah Winfrey weiter. In der Schweiz werde ihre Show ganz offensichtlich nicht ausgestrahlt.

«The Oprah Winfrey Show», welche die Afroamerikanerin bis 2011 geleitet hatte, hält mit 62 Millionen Zuschauern den Quotenrekord in den USA.

War es bei Trois Pommes?

«Entschuldigen Sie, kann ich diese Tasche anschauen?», habe sie zur Verkäuferin gesagt und auf eine schwarze Tasche aus Krokodilleder gezeigt. Die Verkäuferin aber sagte bloss: «Nein, die ist zu teuer.» Sie habe dann, so Winfrey weiter, darauf bestanden. Doch wieder hiess es: «Nein, nein. Sie können sich diese Tasche nicht leisten. Sie wollen nicht die, sondern diese hier.» Die Verkäuferin habe ihr die Vorzüge der kleineren Tasche erklärt, etwa, dass sie für Jennifer Aniston kreiert worden war. Die Tasche, die Winfrey eigentlich hätte haben wollen, blieb im Gestell. Schliesslich habe sie gesagt, dass die Verkäuferin vermutlich recht habe und sei gegangen. Winfrey: «Einen Moment lang überlegte ich mir, den Laden leer zu kaufen. Doch dann hätte die Verkäuferin bloss Kommissionen kassiert.» Die Entertainerin hätte den Laden wohl mit einem Griff in die Portokasse leer kaufen können. Das Magazin «Forbes» führt Winfrey auf seiner Liste der reichsten Menschen der Welt mit einem geschätzten Vermögen von 2,8 Milliarden US-Dollar auf Rang 503.

Markus Hünig, Präsident der Vereinigung Zürcher Bahnhofstrasse, findet das Verhalten der Verkäuferin «absolut daneben». Etwas Vergleichbares sei ihm noch nie zu Ohren gekommen. In welchem Laden Winfrey so schlecht behandelt wurde, blieb vorerst unklar. Doch am späten Abend vermeldete «Blick online», bei besagtem Laden handle es sich um die Edelboutique Trois Pommes.

Laut «Blick online» entschuldigt sich Ladenbesitzerin Trudie Götz für ihre Verkäuferin. Gleichzeitig macht sie aber ein «Missverständnis» geltend. Die teure Tasche, Götz gab deren Wert mit 35'000 Franken an, sei im Schaufenster hinter einer Sicherheitswand gewesen. Deshalb habe die Verkäuferin Oprah Winfrey «in die erste Etage eingeladen, um ihr ähnliche Taschen zu zeigen.» Doch Winfrey sei nicht mehr interessiert gewesen. Laut Trudie Götz gibt es keine «Gesichtskontrolle» im Trois Pommes.

«Diese Frau in Zürich lebt in einer Höhle»

Oprahs Geschichte löste auf Twitter unmittelbar Reaktionen aus. Steven Kraus etwa schrieb: «Diese Frau in Zürich lebt offenbar in einer Höhle, wenn sie Oprah nicht kennt.»

Ein anderer Twitter-User schreibt: «Ich wette, der Filialleiter war ‹begeistert› als er herausfand, wen genau sie da aus dem Laden haben ziehen lassen.»

(pa, rub)

Erstellt: 08.08.2013, 18:01 Uhr

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410 Kommentare

Tina Gerber

09.08.2013, 09:31 Uhr
Melden 664 Empfehlung 57

Zum Glück wollte sie nicht im die Badi in Bremgarten, DAS hätte peinlich geendet... Antworten


Toni Dubs

09.08.2013, 09:26 Uhr
Melden 675 Empfehlung 85

Ach je, da erging es einer Milliardaerin so wie es wahrscheinlich 90% von uns mit der gleichen Verkaeuferin in dem Laden ergangen waere - Rassismus? Nein, reiner Snobismus. Und ich konnte mir ein Laecheln darueber nicht verkneifen, dass Frau Winfrey anscheinend denkt, sie sei so wichtig, dass alle Welt sie erkennen muesste. Dabei ist sie prototypisch USA-only Prominenz ... Antworten