GC und FCZ erhalten 450'000 Franken Rabatt

Von Christoph Landolt, Simon Eppenberger. Aktualisiert am 04.03.2011 71 Kommentare

Im Seilziehen um die Stadionkosten im Letzigrund hat die Stadt Zürich nachgegeben. Die beiden Fussballklubs müssen nicht nur für die Miete weniger bezahlen.

GC-Fans engagieren sich für ihren Club: Die Fankurve Anfangs März.

GC-Fans engagieren sich für ihren Club: Die Fankurve Anfangs März.
Bild: Keystone

Einigung: Gerold Lauber und Urs Linsi (r.). (Bild: Christoph Landolt)

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Grasshoppers-Präsident Urs Linsi hat im Poker um die Letzigrund-Kosten vorerst gewonnen: GC und der FCZ müssen neu je 450'000 Franken weniger für die Benutzung des Stadions Letzigrund bezahlen. Der Rabatt gilt vorerst jedoch nur für ein Jahr. So lange wird GC sicher in Zürich bleiben. Wie es danach für den Rekordmeister aussieht, ist noch offen. Das sagten die Club-Vertreter zu DerBund.ch/Newsnet.

Linsi sprach heute Nachmittag zusammen mit FCZ-Präsident Ancillo Canepa bei Stadtrat Gerold Lauber vor, um über eine Senkung der Kosten zu verhandeln. Wie nach dem Treffen bekannt wurde, haben sich die Beteiligten auf den Rabatt von je knapp einer halben Million Franken geeinigt.

500'000 Franken Sicherheitskosten

«Wir sind dem Stadtrat auch im Namen unserer Fans sehr dankbar für die konstruktive Diskussion und die heute gefundene Lösung. Mit den jetzigen Konditionen für die kommende Saison wären für uns an einem anderen Spielort kaum Einsparungen zu erzielen», sagt Linsi.

Die beiden Clubs haben mit der Stadt Zürich folgende Abmachungen getroffen:

  • Beide Vereine haben eine Vereinbarung über die partnerschaftliche Sicherheit im Sport unterzeichnet. Die beiden Clubs sind künftig bereit, die Kosten für Polizeieinsätze teilweise zu übernehmen. Für nationale Spiele wurde ein Kostendach von je 500'000 Franken pro Jahr vereinbart. Für internationale Spiele wurde ein Kostendach von 200'000 Franken pro Spiel vereinbart.
  • Für die Saison 2011/12 gewährt die Stadt Zürich beiden Fussballvereinen eine einmalige Mietzinsreduktion in der Höhe von je 450'000 Franken.
  • Der Stadtrat und die beiden Vereine bilden eine Arbeitsgruppe, welche die Kosten im Bereich Sicherheit und Betrieb des Stadion Letzigrund analysiert, um weitere Optimierungen zu erzielen.

Hardturm «schnellstmöglich» bauen

«Der Stadtrat, der GC und der FCZ sind froh, dass eine Lösung gefunden werden konnte. Die Clubs und der Stadtrat werden nun gemeinsam alles daran setzen, um das neue Fussballstadion auf dem Hardturm-Areal schnellstmöglich zu realisieren», schreibt die Stadt weiter.

Bisher überwiesen GC und FCZ pro Jahr 870'000 Franken an die Stadt, dazu kamen Kosten für die Sicherheit im Stadion von 840'000 Franken. Der angeschlagene Grasshoppers-Klub verlangte von der Stadt jedoch eine deutlich tiefere Miete. Im Dezember kündigte GC deshalb den Mietvertrag für den Letzigrund per Ende Saison. GC-Präsident Urs Linsi drohte mit dem Wegzug aus Zürich. In der Folge verlangte auch der besser situierte FC Zürich eine tiefere Miete. (DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 04.03.2011, 16:33 Uhr

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71 Kommentare

Albert Louis

04.03.2011, 16:44 Uhr
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eine schande für den steuerzahler... Antworten


Frank Schneider

04.03.2011, 16:42 Uhr
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@Daniel Steiner: Danken Sie den Steuerzahlern, welche eine knappe Million ans Bein streichen können und nicht einem gescheiterten Manager. Antworten