Das wird neu im HB

Von Tina Fassbind. Aktualisiert am 11.04.2012 9 Kommentare

Beim Zürcher Hauptbahnhof starten die Sanierungs- und Umbauarbeiten im Südtrakt. In knapp zwei Jahren werden zahlreiche Provisorien und Bausünden verschwinden.

1/11 Der Südflügel des Zürcher Hauptbahnhofs: Eine Landmarke im Stadtbild – und sanierungsbedürftig. Im kommenden Jahr starten die Um- und Neubauarbeiten.
Bild: Gaetan Bally/Keystone

   

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Der Südflügel des Zürcher Hauptbahnhofs soll umfassend saniert werden. Eine erste Etappe der Umbauarbeiten wird nun in Angriff genommen. In der heutigen Ausgabe des «Zürcher Tagblatts» ist ein entsprechendes Baugesuch ausgeschrieben.

Es betrifft den südwestlichen Teil des historischen Gebäudetraktes. An dieser Stelle musste das ehemalige Postgebäude den Arbeiten an der Durchmesserlinie im Untergrund weichen. Ein von Aebi & Vincent Architekten konzipierter Neubau soll nun die entstandene Lücke schliessen.

Zwei neue Gastrobetriebe

«Der Glasbau bildet eine Verbindung zwischen dem historischen Südtrakt und der Querhalle des Bahnhofs», erklärt Architekt Dirk Monson auf Anfrage. Es gehe dabei auch um die «Klärung der städtebaulichen Situation» an dieser Stelle, wo über die Jahre viele Provisorien entstanden sind.

Das Erdgeschoss des geplanten Glasbaus dient als Ersatzfläche für den Kiosk und den Imbiss. Im Obergeschoss ist ein Gastrobetrieb vorgesehen. Auch im letzten noch erhaltenen, historischen Bereich der alten Post soll im Erdgeschoss ein Restaurant untergebracht werden. Die SBB wollen laut Angaben von Mediensprecher Reto Schärli aus dem Südwestflügel «ein Eingangstor für den Hauptbahnhof» gestalten und dort den Reisenden die Möglichkeit geben, sich im Erdgeschoss schnell zu verpflegen. Das Lokal im Obergeschoss soll hingegen als Treffpunkt und Aufenthaltsmöglichkeit dienen.

Baustart Anfang 2013

Ist die Baubewilligung erteilt, kann voraussichtlich Anfang 2013 mit dem Bau begonnen werden. «Bis Mitte 2014 könnten die Arbeiten abgeschlossen sein», erklärt Monson. Für die Pendler und Bahnreisenden bedeuten die Bauarbeiten keine neuerlichen Umwege: An dieser Stelle befindet sich bereits heute ein abgesperrter Baubereich.

Im Anschluss an die An- und Umbauarbeiten im Südwestflügel wird die Bausubstanz des gesamten historischen Gebäudetraktes – also unter anderem die Fassade und das Dach – saniert, die Haustechnik erneuert und die technische Infrastruktur verbessert. «Wir holen die strukturellen Qualitäten der historischen Ursprünge wieder hervor. Auch hier wurde während 150 Jahren einiges verändert. Wir wollen den Südtrakt also aufräumen», fasst der Architekt zusammen.

Eine Neuerung oder Veränderung ist dabei allerdings gemäss Monson nicht vorgesehen. «Das gesamte Ensemble ist als Denkmal geschützt. Die Denkmalpflege hat daher die verschiedenen Schritte stets begleitet und abgesegnet.»

(DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 11.04.2012, 13:27 Uhr

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9 Kommentare

Peter Ohnesorg

11.04.2012, 17:26 Uhr
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"In knapp zwei Jahren werden zahlreiche Provisorien und Bausünden verschwinden."
Wann verschwindet endlich das hässliche ewige Coop-Provisorium auf der Limmat???
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Heinz Gasser

11.04.2012, 15:56 Uhr
Melden 11 Empfehlung 0

Erneuern, aufräumen, sanieren, modernisieren sind alles nötige Arbeiten. Jedoch bitte nicht während den touristischen Hauptzeiten, sprich im Sommer. Kaum ein Juli/August vergeht, ohne dass Staub, Lärm und Umwege die Touristenströme in Zürich behindert, resp. verhindert. Zürich braucht Besucher mehr denn je. Also bietet denen wenigstens im Sommer eine einladende, baufreie Zone um und im HB Zürich. Antworten