Panta Rhei rammte Fels – droht eine längere Pause?
Von Ruedi Baumann. Aktualisiert am 26.04.2012 24 Kommentare
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Am Dienstag ist die Panta Rhei, das neuste und umstrittenste Schiff der Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft (ZSG), um etwa 16 Uhr vor der Anlegestelle Herrliberg auf eine Untiefe aufgelaufen, wie ZSG-Sprecherin Conny Hürlimann gestern eine Meldung von Radio Zürisee bestätigte.
Das Schiff war auf einer Kursfahrt Richtung Zürich. Beim Anlegen hat eine kräftige Böe das Heck des Schiffes gegen das Land gedrückt. Dabei ist die Panta Rhei mit einem Felsen unter der Wasseroberfläche kollidiert. Das Auflaufen war auf dem Schiff von Crew und Passagieren deutlich verspürt worden. Die Panta Rhei ist mit ihren drei Stöcken und ihrer grossen Glassfassade auf seitliche Winde besonders empfindlich. Deshalb wurde ihr nachträglich ein Bugstrahlruder eingebaut, um ihre Manövrierfähigkeit zu verbessern. Wasserpegel tiefer als üblich
Gemäss Hürlimann ist bekannt, dass im Bereich der Unfallstelle vor Herrliberg grosse Steine dicht unter der Wasseroberfläche liegen. Zudem wird der Wasserpegel des Zürichsees derzeit wegen Hochwassergefahr etwa 10 Zentimeter unter dem Normwert gehalten.
Die Panta Rhei konnte ihre Fahrt fortsetzen, und auch die anschliessende Fonduefahrt in langsamem Tempo durchführen. Bei einem Tauchgang unter dem Schiff wurden angeblich keine Schäden entdeckt. Heute steht liegt die Panta Rhei fest vertäut am Bürkliplatz. Sie wirbt dort quasi in eigenen Sache - als Lokalität für "fröhliche Firmenausflüge, fetzige Parties und gediegende Geschäftsanlässe".
Empfindlicher Schwimmring
Morgen Freitag wird die Panta Rhei mit der hydraulischen Hebebühne in der Werft Wollishofen aus dem Wasser genommen und genau inspiziert. Grundberührungen sind in der Regel für Zürichseeschiffe unproblematisch, weil Kiel und Stahlhülle sehr solid sind. Die Panta Rhei ist aber ein Spezialfall. Weil sie nach Inbetriebsetzung 2007 rund 40 Tonnen zu schwer war und 20 Zentimeter zu tief im Wasser lag, erhielt sie auf der Seite eine Art Schwimmring aus Carbon. Dieser ist geschraut und geleimt und viel empfindlicher als der eigentliche Stahlrumpf. Er kann bei Beschädigungen sogar volllaufen.
Ausserdem erhielt die Panta Rhei einen zweieinhalb Meter langen Heckspoiler, um die Wellenbildung zu reduzieren. Gemäss unbestätigten Gerüchten soll dieser Spoiler beschädigt sein. Sollte das zutreffen, wäre eine Reparatur aufwändig und könnte mehrere Wochen dauern. Die Wahrheit kommt am Freitag buchstäblich ans Tageslicht. (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 26.04.2012, 10:53 Uhr
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24 Kommentare
Die Panta Rhei war schon auf dem Reissbrett eine Fehlkonstruktion. Ohne Rückbau entsteht nie ein seetüchtiges, sicheres Schiff. Schleierhaft ist, dass eine Werft gefunden wurde, die diesen Krüppel baute. Die Tricks mit denen dann das Schiff wenigstens schwimmfähig aber nicht sicher manöverierfähig gemacht wurde sind lächerlich. Welche "Experten" gaben die Betriebsbewilligung für diesen Kahn? Antworten

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