Hauseigentümer wehren sich gegen «Behördendiktat»

Aktualisiert am 27.03.2012 6 Kommentare

Mit der Volksinitiative «Ombudsstelle gegen Willkür in Bausachen» will der Gewerbe- und Hauseigentümerverband eine Stelle schaffen, die zwischen Stadt und Bauherren vermitteln soll.

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Nach Ansicht von Gewerbe- und Hauseigentümerverband gibt es in der Stadt Zürich beim Bauen oft «zu viel Behördendiktat» und zu wenig Mitsprache für die Direktbetroffenen. Deshalb haben sie die Volksinitiative «Ombudsstelle gegen Willkür in Bausachen» lanciert.

Aufgabe der Ombudsstelle soll es sein, zwischen Städtischer Verwaltung und Baufachleuten zu vermitteln. In der Stadt Zürich gibt es bereits eine Ombudsstelle. Dies sei ihnen bewusst, teilten die Initianten am Dienstag mit. Diese Ombudsstelle sei jedoch schon heute «gut ausgelastet». Für neue Aufgaben müsste sie folglich personell aufgestockt werden. Zudem sei das Baurecht sehr komplex, heisst es weiter. Deshalb dränge sich eine Sonderstelle mit ausgebildeten Fachleuten auf.

Stadt rede bei Farbe drein

Wie die Initianten schreiben, kommt es beispielsweise immer wieder zu Klagen, weil von der Stadt mündliche Zusagen widerrufen werden, weil Eigentümer und Mieter den Platz nicht optimal nutzen könnten, und weil die Stadt bei Farbschattierungen, Balkonverkleidungen und Geländern dreinrede.

Dazu komme, dass die Ästhetik, «egal, ob bautechnisch sinnvoll oder gar falsch - immer Vorrang hat». Stark von all den Vorschriften betroffen sei auch das gesamte Gewerbe, heisst es weiter. Selbst in kleinsten Betrieben seien geschlechtergetrennte WCs Pflicht, und auch für einen fahrenden Grillwagen brauche es eine Baubewilligung. Zum Initiativkomitee gehören neben dem Gewerbeverband der Stadt Zürich und dem Hauseigentümerverband auch Vertreter der Gastro- und Architekturszene sowie von SVP, FDP, CVP und EVP. (pia/sda)

Erstellt: 27.03.2012, 17:10 Uhr

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6 Kommentare

Eugen Fischer

27.03.2012, 18:26 Uhr
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Eine Ombudsstelle mag ja schön sein, die eine Klage gegen Missbrauch wäre effizienterr und würde ein für allemal der Willkür gegen die Stadt ein rechtliches Gesicht und eindeutige Weisungen bringen. Antworten


Ursi Brock

27.03.2012, 19:38 Uhr
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Wie wäre es mit einer equivalenten Stelle bei der man sich melden kann wenn die Willkür der Wohnungsvermieter und Immobilienbewirtschafter zu willkürlich wird? Es ist ja nicht so das nur "Beamte" willkür walten lassen sondern meistens private Kreativität. Oft auch in Form von fantasievollen hellgrau gdruckten seitenlangen AGB's und ebensolcher fantasievoller Missachtung des OR. Nicht? Antworten