Polo & Prosecco in Klosters
Von Hildegard Schwaninger. Aktualisiert am 25.01.2010
Karl-Theodor zu Guttenberg.
Prinz Charles und Camilla.
Kristina und Piero Dillier.
Peter Gamma.
Reto Gaudenzi.
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Notizen zu Namen
Notizen zu Namen. Die wöchentliche Gesellschaftskolumne der Jahrespublikation «WW Who is Who in Zürich» entsteht in einer Medienpartnerschaft mit dem TA. Herausgeber ist Eugen Baumgartner.
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Wenn es um Polo geht, dann ist Reto Gaudenzi ein sicherer Wert. Er hat 1985 in St. Moritz das Polo im Schnee erfunden (Idee gegen das Januarloch), heute spielt man den Sport der Könige im Winter in Lech, Kitzbühel, Moskau. Seit sechs Jahren auch in Klosters. Gaudenzi stammt aus St. Moritz, war Hoteldirektor im Badrutt’s Palace, dann Berlin, Miami, wo er «Polo on the Beach» erfand. Polo ist ein Macho-Sport, das gefällt Gaudenzi. Er spielt seit 32 Jahren, zweimal fiel er bei einem Turnier vom Pferd. «Der Sport ist gefährlich, aber sexy.» Wichtig für Gaudenzi; er ist Junggeselle und darf sich frei bewegen. Wo Polo ist, sind schöne Frauen.
Ehrensache, dass Gaudenzi auch in Klosters spielte. Seit vier Jahren tritt als Hauptsponsor die Berenberg Bank auf. Mit diesem Engagement hat die deutsche Privatbank, die seit 21 Jahren eine Niederlassung in Zürich hat, definitiv ihren Namen auf die Schweizer Landkarte gesetzt.
Der Publikumsandrang hielt sich in Grenzen, aber auch für Polo St. Moritz interessierte sich anfangs kaum jemand, heute ist es ein Mega-Event. Im VIP-Zelt sah man Prinz Michael von Jugoslawien als Aushängeschild, ansonsten begrüsste Berenberg-VR-Präsident Andreas Brodtmann Kunden und potentielle Kunden. Ein paar Pferdeenthusiasten waren auch da: Irene Gräff, Frau des Initiators Poloclub Zürich, Vermögensverwalter Christoph Müller (Treuco), Chef Rennverein Frauenfeld. Andreas Maissen, der Juwelier aus Klosters, sponserte das Team Parmigiani, stellte bei einem Cocktail die neuen Uhren in Vitrinen aus. Zu Maissen kam die feine Gesellschaft, die ihre Châlets in Klosters hat.
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Klosters hat viel Klasse, kein Talmiglanz und Glamour, keine Wichtigtuerei und Angeberei. Klosters steht für Verschwiegenheit und für Geld, das man hat, aber über das man nicht spricht. Hier verbringt der deutsche Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg seine Winterferien, und Hollywoodstar Greta Garbo kam hierher, weil sie Ruhe wollte. Klosters ist low key. Man sitzt in der Chesa Grischuna, dem Romantic Hotel mitten im Ort, das aussieht, als stehe es schon ewig da, dabei wurde es erst 1938 gebaut, vom gleichen Architekten wie die Chesa Veglia in St. Moritz. Es ist gemütlich und man isst auf hohem Niveau. Der Koch Manfred Möller hat 13 Punkte im Gault Millau. Er hat bei Beat Bolliger im Walserhof (18 Punkte) gearbeitet, wo Prince Charles abzusteigen pflegte. Der Prince of Wales, dem eine Seilbahn auf den Gotschnagrat gewidmet ist, kommt im Moment nicht mehr nach Klosters. Die Einheimischen vermuten, es liege an Camilla.
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Eine feine Klientel war geladen zu Player’s Dinner, Galadinner, Brunch und Spielen. Gewürzt waren die Partys mit Polospielern und ihren hübschen Mädchen. Jack Kidd, einer der Stars aus England, fiel durch kampfbetontes Spiel, gutes Aussehen und unkonventionelles Benehmen auf. Zum Frühstück im Hotel erschien er in Bademantel und Moonboots. Aus Zürich spielten Stefan Roth, Mitbesitzer der Helvti-Bar, und Wirtschaftsanwalt Thomas Rinderknecht, der für Piero Dillier einsprang. Der stand mit Krücken unter den Zuschauern, hat sich beim Skifahren in St. Moritz verletzt. Das Polo in Klosters hat Charme und Potential. Heute ist die neue Bescheidenheit im Trend, und Bankiers, die auftrumpfen, sind verdächtig. Die Berenberg Bank sponserte grosszügig, aber mit Bedacht. So gab es Prosecco, nicht Champagner, und Kaviar war ein Fremdwort. Fürs Büffet war der aus Andermatt stammende Peter Gamma verantwortlich. Es gab genau das, was die Leute wirklich gern haben. Obwohl auch pochierter Lachs da war, stürzten sich die Gäste auf die Bratwürste.
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Pereira fährt am Mittwoch zum WEF nach Davos. Er bringt als Geschenk Weltstar Agnes Baltsa mit, die an dem Anlass, wo er teilnimmt, drei Arien singt.
(Tages-Anzeiger)
Erstellt: 25.01.2010, 11:28 Uhr

