Notizen zu Namen: Wo die Mächtigen feiern
Von Hildegard Schwaninger. Aktualisiert am 31.05.2010
Wenn man einem Club angehört, in dem der Jahresbeitrag 15 000 Franken kostet, dann erhöht das den Adrenalinspiegel. Man gehört zu den Happy Few der Vermögenden und Grossverdiener. Im Club zum Rennweg, 2005 gegründet als Club der Wirtschaftsmächtigen der jüngeren Generation, sind Leute, die gut rechnen können. So kann man die Jahresgebühr «abessen», also für die 15 000 Franken Zeche machen; wer dort seine Geschäftsessen veranstaltet, spart woanders Spesen. Also ist die Warteliste lang; viele möchten Mitglied werden in diesem hochkarätigen Networking-Verein. Ein neues Mitglied wird nur aufgenommen, wenn ein anderes wegfällt (meist durch Wegzug in eine andere Stadt). Der Club hat 212 Members.
Ein exklusiver Zirkel feiert Geburtstag
Am Samstagabend hat der Club den fünften Geburtstag gefeiert. In allen Räumen des Hauses, auf der Terrasse, im Innenhof. Bombenstimmung! Die prominentesten Mitglieder des Clubs wie Philippe Gaydoul (Bild), Carolina MüllerMöhl, Franziska Tschudi und Jürg Marquard waren nicht anwesend (war der Rotkreuzball in Genf eine Konkurrenz?), dafür einige Chefs börsenkotierter Firmen: Riet Cadonau von Ascom, Valentin Chapero von Sonova, Christoph Franz von Lufthansa (seine Familie lebt nach wie vor in Zürich, er in Frankfurt), Stefan Lippe von Swiss Re. Wenn sich Wirtschaftspotenz so geballt trifft, ist klar, dass man auch über Geschäfte spricht. Verwaltungsratspräsident war mal (heute ist er VR) ein Journalist: Martin Spieler von der «Handelszeitung», designierter Chef der «SonntagsZeitung». An sich ist der Club eher öffentlichkeitsscheu.
Marc Sway begeisterte
Das Programm wurde von Club-Gründungsmitglied Schoscho Rufener (er selbst war in Shanghai und weiter für die Fifa auf dem Weg nach Südafrika) organisiert. Sänger Marc Sway begeisterte restlos. Die meisten Gäste kannten ihn gar nicht, dabei singt er an jeder Eisdieleneröffnung. Aber Rennweg-Mitglieder gehen wohl nicht an Eisdieleneröffnungen.
Weitere Gündungsmembers: Bankier Thomas Matter (frisch verheiratet in 2. Ehe mit Marion Giger; sie war in der Bank seine Assistentin), PR-Mann Christoph Richterich, dessen Frau Simone toll aussah im kurzen kleinen Schwarzen von Prada. Nach der Rede von Präsident Thomas Ladner (Anwalt) und der Labung an vier Buffets wurde getanzt. Sängerin Dorothea Lorene (kennt man von Pepe Lienhard und Udo Jürgens) heizte mit ihren beiden Girls in kurzen Röcken den Gästen tüchtig ein. Unter ihnen der Spülmaschinen-Erbe Gero Bauknecht, der sein FamilyOffice verwaltet (seine Frau Sandra, die im Internet einen Modeblog hat, kam in etwas Knallbuntem – Orange und Gelb), Daniel Bahar, Lotus-Chef und Schwiegersohn von Headhunter Björn Johansson, IWC-CEO Georges Kern, Peter Friedli (New Venture Tech), Christoph Brand (Sunrise) und Thomas Sieber (Orange), Daniel Schmutz, CEO Helsana.
Prominente Rückkehr
Kaum geht Alexander Pereira, kommt Edita Gruberova wieder. Die Primadonna verkrachte sich 2002 mit dem Intendanten, schmiss erzürnt die Premiere von «Maria Stuarda» (ihre tanzende Tochter hatte auf der Bühne einen Unfall, und La Gruberova fühlte sich von der Intendanz zu wenig gut behandelt). Seither betrat sie – obwohl in Zollikon wohnhaft – das Opernhaus nie wieder. 2012 kommt Andreas Homoki – und damit Bühne frei für den Mega-Star. Im September 2012 singt sie Elisabetta in Donizettis «Roberto Devereux». Bei den Salzburger Festspielen ist Gruberova der einzige Star (ausser Anna Netrebko in «Romeo et Juliette»), mit dem alle Vorstellungen ausverkauft sind («Norma»). (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 31.05.2010, 16:12 Uhr

