Notizen zu Namen: Echter Glamour im Opernhaus

Von Hildegard Schwaninger. Aktualisiert am 12.07.2010

Hildegard Schwaninger über: +++ Renée Fleming+++Joseph Blatter+++Alexander Pereira+++Ricco Bilger+++

1/3 Trotz Hitze und WM-Fieber: Die Vorstellungen der amerikanischen Sopranistin Renée Flemin waren gut besucht.

   

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«Die Welt steht still, wenn Fussball ist», sagt Fifa-Präsident Joseph Blatter, und es stimmt. Die Zürcher Festspiele gingen ganz im Fussballfieber unter. Heiss war es auch, Zürich mutiert im Sommer zum Kurort, und wenige Menschen haben abends Lust, gestylt und geschniegelt, ins Theater zu gehen. Die Zürcher Festspiele wirken nicht wie eine Notwendigkeit, sondern wie eine Verlängerung der Saison zu (teilweise) erhöhten Eintrittspreisen.

Die saisonale Theatermüdigkeit

Echten Glamour verbreitete immerhin die amerikanische Sopranistin Renée Fleming, die vier Abende im Opernhaus sang. Die Vorstellungen waren gut besucht und festspielwürdig. Dass sie nicht restlos ausverkauft waren, hat mit saisonaler Theatermüdigkeit, Hitze und Fussball zu tun. In zwei Jahren, wenn Alexander Pereira, der auch für die Intendanz der Zürcher Festspiele zeichnet, uns Richtung Salzburg verlässt, wird Elmar Weingarten, Direktor der Tonhalle, sein Nachfolger als Intendant der Zürcher Festspiele.

Ricco Bilger hat mit seinem fein-kleinen Verlag (bilgerverlag) einen schönen Erfolg zu verbuchen. Kaspar Schnetzlers Roman «Das Gute» erscheint nach vier Auflagen in der gebundenen Ausgabe jetzt als Taschenbuch bei Suhrkamp. «Das Gute» zeichnet ein Gesellschaftspanorama der Stadt Zürich durch die letzten 100 Jahre, beim Lesen muss man an Gottfried Keller denken. Von Kaspar Schnetzler erscheint im August ein neuer Roman: «Kaufmann und das Klavierfräulein». Ricco Bilger war mit seiner Lebenspartnerin, Modeschöpferin Ida Gut, in den Ferien in Wales. (DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 12.07.2010, 11:35 Uhr