Wabersackerstrasse: «Neuerarbeitung völlig verfehlt»

Von Michelle Schwarzenbach. Aktualisiert am 27.08.2009

In einem offenen Brief hat ein Zusammenschluss bürgerlicher Parteien seinen Unmut über die Umgestaltung der Wabersackerstrasse kundgetan. Gemeinderätin Katrin Sedlmayer antwortete prompt.

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Vor gut einer Woche hat das Könizer Parlament den Korrekturvorschlag für die Fehlplanung an der Wabersackerstrasse mit einem grossen Mehr an den Gemeinderat zurückgewiesen. Nun hat das Bündnis «für Köniz» der bürgerlichen Parteien FDP, CVP und JFK der zuständigen Gemeinderätin Katrin Sedlmayer einen offenen Brief zugestellt.

«Wir wollen noch einmal bekräftigen, dass wir mit dem Projekt nicht einverstanden sind», erklärt Ignaz Caminada (cvp) den Grund des Schreibens. Angeprangert wird insbesondere, dass Sedlmayer kurz vor der Abstimmung «gedroht» habe, «dass eine Neuerarbeitung des Projekts 50 000 Franken kosten soll». «Das hat das Fass zum Überlaufen gebracht», sagt Caminada. Einen solchen Betrag «für eine völlig unnötige Problemanalyse auszugeben», erachten die Parteien als verfehlt. Sie präsentieren deshalb Lösungsvorschläge, die ihrer Ansicht nach kostengünstiger sind. Zur Durchsetzung von Tempo 30 sehen sie etwa kleine Erhebungen vor, welche den Verkehr bremsten.

Lösungssuche nicht zum Nulltarif

Katrin Sedlmayer hat gestern in einem Schreiben an die betreffenden Parteien Stellung zu den Vorwürfen genommen. «Wir erhalten eine erneute Lösungssuche nicht zum Nulltarif», schreibt sie. «Für eine Variantenstudie sowie ein neues Projekt müssen wir mit 50 000 Franken rechnen» – das habe sie dem Parlament offen kommuniziert und sehe darin keine Drohung. Die Lösungsvorschläge werde sie jedoch gerne in weitere Überlegungen einbeziehen.

Das Nebeneinander von Autos und Fussgänger funktioniert an der vor zwei Jahren umgestalteten Wabersackerstrasse nicht wie erwünscht. Die Autolenker weichen den Verkehrshindernissen aus – und befahren das Trottoir. (Der Bund)

Erstellt: 27.08.2009, 07:54 Uhr

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