Zeitung heute
Reitschule: Die Initiative steht
Stadt Bern Die Volksinitiative «Schliessung der Reitschule» ist definitiv zustande gekommen. Gestern hat das Initiativkomitee unter der Leitung von JSVP-Stadtrat Erich J. Hess der Stadtkanzlei 5041 beglaubigte Unterschriften übergeben. Hess und ein paar Getreue haben seit September 2008 Unterschriften für ein Begehren gesammelt, welches die Schliessung und den Verkauf des Zentrums verlangt. «Diesmal bringen wir die Reitschule zu Fall», verkündete Hess gestern auf Anfrage. Er verweist auf die Initiative «Reitschule für alle», welche nur ganz knapp verworfen worden sei. Damals habe das Stimmvolk das Begehren der Entente Bernoise (EB) nur mit zirka 70 Stimmen Unterschied abgelehnt. Diesbezüglich irrt Hess. Die Initiative der EB wurde am 25. September 2000 mit einem Nein-Stimmen-Anteil von über 67 Prozent deutlich verworfen.
Zu Wort gemeldet haben sich gestern auch die RGM-Parteien. Laut Medienmitteilung wollen sie die Reitschule als alternativen Kultur- und Begegnungsort erhalten und stellen sich deshalb «klar gegen die SVP-Initiative». Gleichzeitig rufen sie die Reitschul-Betreiber auf, «ihre ganze Energie darauf zu verwenden, ihre Hausaufgaben zu machen, und alles daran zu setzen, dass sämtliche Vereinbarungen mit der Stadt umgesetzt werden». Die Junge Alternative (JA) weist in einem Communiqué darauf hin, dass in der Reitschule jungen Menschen neben Kultur auch die Möglichkeit geboten wird, sich politisch zu engagieren. «Wenn der hohe Politisierungsgrad allein ein Grund sein soll, das alternative Kulturzentrum zu schliessen, dann sollten wir uns überlegen, auch das Bundeshaus abzuschaffen», folgert die JA. (ruk)
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Erstellt: 06.03.2009, 01:16 Uhr




