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Auf Aussöhnung verzichtet
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Wenn Ende Oktober der Bärenpark eröffnet wird, dürfte aller Voraussicht nach nicht geklärt sein, wer die Kosten für den Bau trägt. Der Löwenanteil der Spendengelder ist zwar beisammen. Doch wer für die heute noch fehlenden zwei Millionen Franken aufkommt, ist unklar. Die Bärenpark-Bauherrin, die Stadtbauten Bern (Stabe), hofft, dass zumindest ein Teil der angefallenen Mehrkosten vom Berner Geologenbüro Kellerhals+Haefeli kommt.
Vorwürfe und Konter
Allein die Sicherung des Parks im Aarehang kostet 2,8 Millionen Franken mehr als einst angenommen. Die tatsächlichen Verhältnisse im Baugrund des Bärenparks hätten nicht den Voraussagen der Experten entsprochen, argumentiert Stabe und stellte bereits vor längerer Zeit Forderungen beim Büro Kellerhals + Haefeli. Das Geologenbüro konterte die Vorwürfe diesen Frühling: Auf Risiken sei hingewiesen worden, sagte damals Geschäftsleiter Ueli Gruner. Zudem habe die Bauherrschaft 2007 kurzfristig «aus Kostengründen» Sondierbohrungen abgeblasen, die Aufschluss über die tatsächlichen Gegebenheiten im Untergrund hätten lieffern können.
Das Verfahren sei hängig, sagt nun Stabe-Chef Rudolf Lanzrein dem «Bund». Im November sei ein Aussöhnungstermin vor dem Richter anberaumt. Sollte die Gegenpartei dann jegliche Beteiligung an den Mehrkosten ablehnen, sei – nach seinem heutigen Kenntnisstand – eine Klage wohl unvermeidlich, sagt Lanzrein.
«Wir lehnen jede Haftung ab»
Ein Prozess dürfte in Anbetracht von Lanzreins Aussagen tatsächlich unumgänglich sein. Denn: Zur Aussöhnung zwischen den zwei genannten Parteien wird es sicher nicht kommen. «Im Fall Stadtbauten Bern gegen Kellerhals + Haefeli sind die beiden Parteien übereingekommen, auf einen Aussöhnungsversuch zu verzichten», sagt Samuel Lemann, Anwalt des Geologenbüros, dem «Bund» auf Anfrage.
«Unsere Versicherung lehnt eine Haftung für die Mehrkosten im Zusammenhang mit der Projektausführung ab», sagt Ueli Gruner im Namen des Büros Kellerhals + Haefeli. Nach Ansicht der Versicherung treffe die Firma keine Haftpflicht, so Gruner.
Das heisst konkret: Will Stabe auf eine Beteiligung von Kellerhals+Haefeli pochen, steht dem stadteigenen Unternehmen einzig noch der Gang vor Gericht offen. (ige)> (Der Bund)
Erstellt: 14.08.2009, 01:16 Uhr




