Zeitung heute

Billettkauf im Zug wird teurer

Bahnen Wer sein Bahnbillett statt vor der Fahrt erst im Zug beim Kondukteur kauft, bezahlt ab 1. August 10 Franken Zuschlag. Mit der Erhöhung um 5 Franken wollen die Transportunternehmen das Zugpersonal entlasten. Nicht betroffen sind Klassenwechsel.

Die Zahl der in Zügen verkauften Billette steigt, wie die SBB und der Verband öffentlicher Verkehr (VöV) gestern mitteilten. Namentlich in gut besetzten Zügen habe das Zugpersonal wegen der aufwendigen Verkäufe so viel zu tun, dass es nicht bei allen Fahrgästen präsent sein könne. Darunter leide die Servicequalität. Mit der spürbaren Anhebung des Tarifs Zugverkauf wollen die Transportunternehmen dieser Entwicklung Rechnung tragen und hoffen so, das Zugpersonal von den Billettverkäufen teilweise zu entlasten. Die Transportunternehmen erwarten von der Erhöhung des Zuschlages aber noch etwas anderes: Sie hoffen, die Zahl jener Reisenden zu reduzieren, «die erst im Zug ein Billett lösen, weil sie hoffen, nicht kontrolliert zu werden», wie SBB und VöV schreiben.

Der sogenannte Klassenwechsel im Zug, also die Aufwertung eines gültigen 2.-Klasse-Billetts zu einem 1.-Klasse-Billett, ist von der Massnahme nicht betroffen. Er kann weiterhin zu unveränderten Bedingungen, das heisst der Preisdifferenz zwischen den beiden Klassen, gelöst werden. (ap/sda) (Der Bund)

Erstellt: 18.06.2009, 08:45 Uhr

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