Mitarbeiter zur Kasse bitten
Und wenn das Wetter schuld ist, wird Petrus der Lohn gekürzt?
Einmal mehr eine geradezu abstruse Idee eines abgehobenen Ignoranten, genannt «Manager». Hat vom SBB-Alltag keine Ahnung, nennt sich aber «SBB-Chef».
In seinem Büro, weit weg von den Problemen seiner Angestellten, füllt er sich die Taschen mit dem Geld der Bahnkunden und Steuerzahler. Da der «Laden» nicht ganz so läuft wie angekündigt, versucht er die Probleme auf dem Buckel des «kleinen» Büezers zu lösen.
Welches ist denn der Unterschied zwischen «Lohnwirksamkeit für die Organisationseinheit» und Lohnkürzung für den Mitarbeiter? Ganz einfach der, dass im ersten Fall die Verantwortung auf den Chef der Organisationseinheit abgeschoben wird. Für den Büezer läuft es auf dasselbe hinaus.
Nimmt mich nur wunder, was Herr Meyer machen will, wenn es Zugverpätungen wegen Schneefall gibt. Dem heiligen Petrus den Lohn kürzen?
Adrian Junker, Enggistein
Zuckerbrot und Peitsche: Prämie für gute Mitarbeitende einführen
Zuerst die Ankündigung von neuen Preiserhöhungen, auf der andern Seite lohnwirksame Einsparungen bei Verspätungen. Das muss ja zum Erfolg führen bei den SBB!
Seit Jahren bin ich reger Benützer des öffentlichenVerkehrs. Was aber von den SBB in den letzten Jahren geboten wurde, ist die Preiserhöhung nicht wert. Es nützt wenig, wenn ich von Bern nach Zürich einige Minuten spare, dann aber die Anschlüsse in die Agglomeration nicht habe. Ebenso wenig bringen den Passagieren ganzseitige Inserate in Tageszeitungen, was die SBB noch so alles bieten, wenn der ursprüngliche Leistungsauftrag leidet.
Am 6.7.09, IR 1818 Biel–Bern, um 6:30 in Lyss: Der Zug führt weniger Wagen als normal, die Passagierzahl ist aber nicht kleiner als gewohnt. Das Einsteigen braucht natürlich mehr Zeit, das genau gleiche Spiel eine Station weiter in Münchenbuchsee.
Die Antwort des Zugbegleiters auf die Frage, ob die SBB am Sparen sei, ist die Bitte, doch direkt mit den SBB den Kontakt zu suchen, da auf das Frontpersonal nicht gehört werde! Die Verspätung in Bern beträgt auf dieser kurzen Strecke fünf Minuten. Tags darauf das gleiche Spiel noch etwas gesteigert, da der Zug am Perronende hält und wir Kunden zum Einsteigen noch einige Wagenlängen Richtung Bern bewegen dürfen. Meine Mailanfrage blieb bis heute unbeantwortet. Demgegenüber die BLS, welche nach einem Mail mit dem Hinweis auf eine defekte Zugkomposition gleichentags antwortet UND die Komposition in die Werkstatt nahm.
Aufgrund meiner beinah täglichen Nutzung der SBB könnten noch etliche Beispiele angefügt werden. Wenn schon Preiserhöhungen und wenn Verspätungen für gewisse Mitarbeiter lohnwirksam sind, dann bitte auch eine bessere Dienstleistung für die Passagiere und eine Prämie für Mitarbeiter, die sich kundenorientiert verhalten.
Daniel Wyssbrod
Büren a. A.
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Erstellt: 17.07.2009, 01:16 Uhr




