Zeitung heute
14 000 neue Computer
Von Anita Bachmann. Aktualisiert am 08.05.2009 4 Kommentare
5600 Franken für einen kantonalen Computerarbeitsplatz. (Adrian Moser)
14000 Computerarbeitsplätze sollen für 78,85 Millionen Franken erneuert und modernisiert werden. Mit diesen eindrücklichen Zahlen wartet das Projekt «Kantonaler Workplace 2010» auf– das Update aller Computerarbeitsplätze der kantonalen Verwaltung. «Heute beschaffen die Berner Ämter und Direktionen ihre Soft- und Hardware selber», erklärt Reto Burn, stellvertretender Generalsekretär der kantonalen Finanzdirektion. Neu soll die Informationstechnik gemeinsam eingekauft werden. Damit könne der Kanton bessere Preise erzielen und Betriebskosten sparen.
Systemsoftware am Ende
Teile man die knapp 80 Millionen Franken durch die 14000 Computerarbeitsplätze, so Burn, sei der Betrag pro Arbeitsplatz mit Lösungen in anderen Grossunternehmungen vergleichbar. Über 5600 Franken kostet nach dieser Berechnung ein kantonaler Computerarbeitsplatz. Darin seien nicht nur alle Server, Rechner, Bildschirme, Laptops, Drucker und Kopiergeräte, sondern auch die Basis-Software enthalten. Reno, die Systemverwaltungssoftware, sei am Ende ihrer Lebensdauer angelangt, teilt der Kanton mit. Der Ersatz für Reno, ein Produkt der Berner-Kantonalbank-Tochter RTC, werde voraussichtlich öffentlich ausgeschrieben. Klar ist aber bereits, welches Betriebssystem beschafft werden soll: Alle Arbeitsstationen sollen mit Windows 7 ausgestattet werden. «Das Vorgängerprodukt Windows Vista haben wir ausgelassen», sagt Burn. Bis 2013 müsse der Kanton aber nun auf das neueste Betriebssystem umstellen, weil der Support für das heute noch im Einsatz stehende Windows XP dann auslaufe.
1200 verschiedene Programme
2010 bis 2013 ist auch gleich der Zeitrahmen für das Projekt «Kantonaler Workplace 2010» – in dieser Zeit soll das Vorhaben realisiert werden. Die Ämter und Direktionen mit der ältesten Hardware kommen zuerst an die Reihe. Einbegriffen sei auch die Funktionsprüfung der 1200 verschiedenen Programme der Kantonsverwaltung auf der neuen Systemverwaltungssoftware und dem neuen Betriebssystem. Vom Massenprodukt bis hin zu selber entwickelten Spezialprogrammen, die nur von wenigen Mitarbeitenden benutzt würden, gebe es alles, sagt Burn. Weiterhin dezentral geregelt bleibe die Betreuung der Computerarbeitsplätze. Für direktionsübergreifende Projekte wurde 2005 das Amt für Informatik und Organisation geschaffen.
Der Regierungsrat beantragt beim Grossen Rat nun einen Kredit von 78,85 Millionen Franken. Dazu kommen 562000 Franken für die Projektvorbereitung, die der Regierungsrat bereits bewilligt hat. (Der Bund)
Erstellt: 08.05.2009, 10:31 Uhr
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4 Kommentare
Toll kann der Kanton Vista auslassen, anders als die Bundesverwaltung, die das offenbar nicht macht. Aber wieder wird eine Chance verpasst, die Abhängigkeit zum Quasi-Monopol Microsoft zu reduzieren, was mit Linux Systemen und anderer Freier Open Source Software möglich wäre. Dies würde auch die Belastung der Steuerzahler längerfristig reduzieren. Antworten
statt echte Alternativen zu suchen und damit Millionen einzusparen - das ist Tatsache - schiesst man das Geld der Steuerzahler (man kann Einnahmen ja generieren wie man grad will) zum buchstäblichen (Windows)-Fenster hinaus. Linux und freier Software wäre viel günstiger. (traue nie eine Statistik die du nicht selbst gefälscht hast - (gilt auch für Untersuchungen die belegen dass Linux teuer ist) Antworten



