Zeitung heute
Soziale Netzwerke – Das «Mitmach-Web»
Weltweit sind etwa 1,3 Milliarden Menschen täglich im Internet unterwegs. Ein Potenzial, das Unternehmen rund um den Globus zunehmend für sich zu nutzen wissen. Dabei sind vor allem soziale Netzwerke zugängliche Instrumente der Selbstdarstellung im Web 2.0, dem «Mitmach-Web». Die populärsten sind Facebook, 2004 vom Studenten Mark Zuckerberg gegründet, das mittlerweile mehr als 250 Millionen aktive Nutzer haben soll, sowie die in den USA lange Zeit führende Plattform Myspace. Myspace wurde 2003 in Los Angeles gegründet und 2005 für 580 Millionen Dollar an die News Corporation des Medienmoguls Rupert Murdock verkauft.
Auch in Deutschland findet vor allem Facebook immer mehr Verbreitung, neben den Studenten- und Schülernetzwerken Studi-VZ und Schüler-VZ, die heute zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck gehören. Studi-VZ und Schüler-VZ haben 2,5 Millionen Nutzer. Datenschützer kritisierten in der Vergangenheit die mangelnde Sicherung der Nutzerdaten gegen Hacker.
Immer grössere Bedeutung in der Geschäftswelt spielen die Berufsportale. Weltweit führend ist die US-Plattform Linked-In mit rund 10 Millionen Mitgliedern. In Deutschland, Österreich und der Schweiz dominiert Xing mit rund zwei Millionen Mitgliedern.
Eine besondere Rolle spielt seit einiger Zeit Twitter, ein Dienst für Mikroblogs. Nutzer können interessierten Kreisen Kurznachrichten, genannt Tweets, von maximal 140 Zeichen schicken. US-Präsident Barack Obama setzte in seinem Wahlkampf auf Twitter; Medien, Grosskonzerne und deutsche Politiker tun es ihm heute gleich. Zwischen Frühjahr 2008 und Frühjahr 2009 soll Twitter ein Wachstum von 1382 Prozent verzeichnet haben. (rid) (Der Bund)
Erstellt: 28.08.2009, 10:23 Uhr



