Zeitung heute

Goodbye Gutenberg

Von Christoph Lenz. Aktualisiert am 24.07.2009

Das Urheberrecht passt nicht ins digitale Zeitalter, es muss weg, sagt die Piratenpartei. Sie ist die Speerspitze einer Generation, die sich alles umsonst besorgt – Musik, Videos, News, bald auch Literatur. Nur: Wer soll das in Zukunft bezahlen? Ansichten eines Angehörigen der «Generation Gratis».

Es war der Sommer nach den Maturaprüfungen, und wir hatten einen Traum: reich und berühmt zu werden mit unserer Musik. Wir probten fleissig, borgten Geld von unseren Eltern, buchten ein Tonstudio für vier Wochen und fanden sogar ein Plattenlabel, das bereit war, unsere CD zu veröffentlichen. Am Morgen nach der Plattentaufe telefonierte ich mit dem Saxofonisten. Er sagte, unser Album werde schon auf drei Internet-Plattformen zum Download angeboten, gratis. Da sah ich unseren Traum platzen.

18 Monate später hatten wir gut 1200 Stück unserer CD verkauft, 300 davon an unsere Eltern und Verwandten. Die Enttäuschung war überwältigend. Trotzdem habe ich die Schuld nie beim Internet gesucht, zu stark haben wir davon profitiert. Unsere Homepage war ein kleines Schaufenster auf einem globalen Marktplatz – eine fantastische Sache. Manchmal wiesen die Besucherstatistiken einen Zugriff aus Russland oder aus den USA aus. Damit konnten wir unsere Freundinnen beeindrucken. Wir waren weltberühmt in Schaffhausen. Ein schönes Gefühl.

Der Zugang zu Wissen und Kultur soll frei sein. So steht es geschrieben in den Statuten der vor zwei Wochen gegründeten Piratenpartei Schweiz – einer Bewegung von jungen, mit dem Internet aufgewachsenen Aktivisten. In anderen europäischen Staaten gibt es die Piraten schon länger. In Schweden haben sie bei den EU-Parlamentswahlen im Juni erstaunliche 7,1 Prozent der Wählerstimmen erzielt. Damit hat sich die Piratenpartei einen Sitz in Brüssel gesichert. In Deutschland lag der Wähleranteil der Piraten am selben Wochenende bundesweit bei 0,9 Prozent. Der Erfolg wurde teils verwundert, teils entsetzt registriert. Die Befreiung des Wissens wird vorab unter Künstlern und Kreativen als Bedrohung empfunden. Obwohl es doch eigentlich ein ganz reizender Vorschlag ist, den sich die Piraten auf die Fahne geschrieben haben.

Jeder Mensch soll sich selbst auf jedem Gebiet weiterbilden dürfen, ganz ohne Einschränkungen. Kein Geld ist mehr nötig für die Beschaffung teurer Lehrbücher. Kein Numerus clausus grenzt den Kreis jener ein, die wissen, wie man einen Kaiserschnitt vornimmt. Kein Realschulabschluss hindert mehr daran, Mikrobiologie auf Universitätsniveau zu studieren. Jeder bewegt sich frei durch die üppigen Gärten unserer Wissenskultur und labt sich lustvoll an den Quellen, die da sprudeln.

Und eigentlich ist es auch müssig, darüber zu diskutieren. Auf Wikipedia, jener Online-Enzyklopädie, die darauf aufbaut, dass Nutzer ihr Wissen frei zur Verfügung stellen, ist schon ein beträchtlicher Teil unseres Wissens erfasst. Hier kann sich jeder Besucher uneingeschränkt mit Informationen eindecken, ohne dass einem anderen dadurch ein Schaden entsteht. Je mehr User ihr Wissen auf Wikipedia bündeln, desto grösser wird der Nutzen für den Einzelnen. Es ist das Ursprungsmoment einer kollektiven Intelligenz. Jeder ist ein Gewinner. So zumindest lautet die Theorie.

Denn auch diese Sache, die Befreiung des Wissens, hat ihren Haken. Irgendwann hat irgendwer irgendwo geistige Arbeit geleistet, um Wissen herzustellen. Ihm steht eine angemessene Entlöhnung zu. Wenn diese wegfällt, weil sämtliche Geheimnisse jeder schöpferischen Leistung sofort zum Nulltarif in der digitalen Arena enthüllt werden, wenn Urheber- und Patentrecht schlechthin aufgehoben sind, dann wird es bald heissen: kreative Versorgungslücke. Gratis konsumieren ist ausserordentlich beliebt, gratis produzieren – weniger. Forscher und Erfinder werden nicht satt von Klicks auf ihren Homepages und Kommentaren in Blogs und Internet-Foren.

Ebenso wenig gelingt das den Journalisten und Medienverlagen, die seit geraumer Zeit ihre Ware kostenlos feilbieten. Nur die wenigsten News-Plattformen schreiben schwarze Zahlen. Gerade in den letzten Monaten hat sich gezeigt, wie eine kreative Versorgungslücke im Bereich der Medien aussieht. Verlage nehmen empfindliche Sparschnitte vor, entlassen Personal oder gehen gar in Konkurs. Die Medienvielfalt nimmt ab, ebenso die Qualität der Berichterstattung.

«So ist das nun mal in der heutigen Zeit», sagt Chris Anderson, der Chefredaktor des amerikanischen Technologie-Magazins «Wired». Anderson, Mitbegründer der sogenannten Freeconomics, hat unlängst ein Buch veröffentlicht mit dem Titel «Free: The Future of a Radical Price». Es ist quasi der Katechismus der Piraten und konsequenterweise kostenlos als E-Paper zu beziehen, selbst bei Internethändlern wie Amazon. Andersons Aussage: Im digitalen Zeitalter gerät «alles, was aus Ideen gemacht ist», also jedes Produkt geistiger Arbeit, unter massiven Preisdruck. Der Grund: Jede veröffentlichte Idee kann beliebig kopiert, entfremdet und – ja, natürlich – gestohlen werden. Der Preisdruck wird so lange nicht nachlassen, bis alles gratis ist. Nachrichten ebenso wie Kinofilme, Musik ebenso wie Bücher und wissenschaftliche Erkenntnisse aus allen Forschungsbereichen.

Das tönt nach Zukunftsmusik, ist aber nur die Kurzfassung der heutigen Internet-Realität. Viele Jugendliche und junge Erwachsene, die mit den Möglichkeiten des Internets aufgewachsen sind, befriedigen ihre Wünsche ganz selbstverständlich und ganz kostenlos im Internet. Man nennt diese Altersgruppe die «Digital Natives» – die Eingeborenen des Internets. Oder aber die «Generation Gratis». Ihre Angehörigen haben für bestimmte Güter des täglichen Gebrauchs noch nie in ihrem Leben Geld bezahlt. Weder für eine Zeitung noch für das Album der Lieblingsband noch für Filme oder Lexika, Briefmarken oder Weltkarten. Hier vollzieht sich ein Mentalitätswandel, dessen wirtschaftliche Spätfolgen kaum absehbar sind. Die entscheidende Frage lautet: Kann jemand, der den kostenlosen Bezug von bestimmten Gütern als Selbstverständlichkeit begreift, dazu gebracht werden, für dasselbe Gut zu bezahlen? Oder wird sich die «Generation Gratis» in alle Zukunft den freien Zugang zu Songs, Videos und so weiter erhalten? Die Bewegung der Piraten spricht für Letzteres.

Auch ich gehöre zur «Generation Gratis». Fast täglich nutze ich Google, Youtube, Spiegel-Online, Tel.search, Myspace, Last-FM und unzählige weitere Gratis-Portale. Songs und Filme heruntergeladen, das habe ich allerdings noch nie. Nicht aus moralischen Gründen, sondern wegen der Warterei, die damit verbunden ist. Online-Tauschbörsen funktionieren nach dem Prinzip: Je mehr man mitbringt, desto mehr darf man auch mit nach Hause nehmen. Ein Musikliebhaber, der seine gesamte Sammlung auf einer Tauschbörse zur Verfügung stellt, wird eine schnellere Downloadrate erhalten als einer, der nichts hochlädt und nur beziehen will.

Einmal habe ich den Versuch unternommen, ein Album von einer Tauschbörse herunterzuladen. James Brown war gerade gestorben, ich wollte mir sein Livealbum «At the Apollo 1995» besorgen. Auf der Tauschbörse eMule – dem elektronischen Esel – wurde ich fündig. Ich wählte «Download» und verzichtete darauf, im Gegenzug selbst Musik in die Tauschbörse einzuspeisen. Auf dem Bildschirm erschien ein leerer Balken, der Download wurde gestartet. Ich wartete.

Nach drei Minuten war der Balken zu 2Prozent gefüllt. Dann aber ging nichts mehr. Auch nach fünf Minuten verharrte der Download bei 2 Prozent und auch nach zehn Minuten. Ich wurde unruhig, ging in die Küche, ging ins Wohnzimmer, sah fern, vielleicht fünfzehn Minuten, kochte Kaffee, liess ihn dann doch stehen und ging zurück zum Computer. Der Download verharrte immer noch bei 2 Prozent. Ich begann, mich über das Schlangestehen im Internet zu ärgern. Zumal mir mein Internetanbieter eine «Hispeed»-Bandbreite versprochen hatte. Dann brach ich den Download ab und kaufte mir das Album im Plattenladen in der Altstadt.

Aber was hätte denn mein Gewissen dazu gesagt, wenn der Download von «At the Apollo 1995» trotzdem geklappt hätte? Nichts, James Brown war ja schon tot.

Hätte ich denn ein schlechtes Gewissen, wenn ich Alben von U2 herunterladen würde? Nein, sicher nicht. U2 sind so vermögend, dass es sie nicht schmerzt, wenn ich ihre Songs kopiere.

Hätte ich denn ein schlechtes Gewissen bei Patent Ochsner? Wahrscheinlich ja. Würde ich deswegen auf das illegale Herunterladen verzichten? Schwierige Frage.

Wir befinden uns an der Zeitenwende vom analogen zum digitalen Zeitalter. Wie immer lappt dabei das Vergangene noch in die Gegenwart hinein, während das Zukünftige bereits aus ihr hinausweist. Das Vergangene ist, wenn es nach Chris Anderson und der Piratenpartei geht, der Schutz, den das Urheberrecht geistigen Gütern bietet. Die Zukunft ist die absolute Freiheit des Konsumenten, sich am gesamten existierenden Fundus von Wissen und Kultur exakt so bedienen zu können, wie es ihm gerade beliebt. Aus der «Generation Gratis» wird das «Zeitalter Gratis».

Natürlich ist das Humbug – wer soll denn das ganze Gratis bezahlen? Auch digitale Ware kostet Geld. Sie erfordert Speicherkapazität, Prozessoren, Bandbreite und so weiter. Selbstverständlich ist sich Chris Anderson dessen bewusst. Weiter hinten in seinem Buch ist sein Gratis dann auch nicht mehr ganz so umsonst. Geld, schreibt Anderson, wird auch in Zukunft fliessen, nur eben «indirekt». Zum Beispiel im Journalismus. Mittelfristig müssten sich viele Medienschaffende nach einem neuen Job umschauen, einem Brotjob in einer anderen Branche. Dem Journalismus würden sie vermehrt am Feierabend nachgehen und ihre Artikel anschliessend im Internet veröffentlichen. «Der Journalismus als Beruf hat ausgedient», schreibt Anderson, «er muss nun wieder zur Berufung werden.»

Stichhaltiger ist Andersons Argumentation am Beispiel der Musikindustrie. Viele Bands könnten die sinkenden Einnahmen aus Plattenverkäufen durch Tourneen auffangen. Seit illegale Downloads als Problem erkannt sind, steigen die Konzertgagen massiv an. Für die grossen Musiklabels ist das zwar ungemütlich, doch vermögen auch sie sich inzwischen über Wasser zu halten. Etwa indem sie sich die Rechte an allen Vermarktungszweigen eines Künstlers sichern. Plattenfirmen kümmern sich nicht mehr nur um Tonträger, sondern auch um Tourneen, um Werbeverträge, um Fanartikel und Zweitnutzungen der Songs.

Was in der Musikbranche einigermassen aufgeht, kann in anderen kreativen Branchen scheitern. Man denke etwa an die Literatur. Die technische Verfeinerung des E-Books könnte Verlage und Buchhandel in den nächsten zehn Jahren in eine ähnliche Krise stürzen, wie sie die Musikindustrie eben erlebt. Auch ein sechshundert Seiten starker Roman kann als Code von Nullen und Einsen im Cyberspace abgelegt und zum Download freigegeben werden. Wie aber soll ein Autor, dessen Buch frei im Internet kursiert, sein nächstes Werk vorfinanzieren? Mit Werbeverträgen? Mit Fanartikeln? Mit den Einnahmen aus Lesungen? Wohl kaum.

Buchhandel und Verlage haben selbstverständlich erkannt, welche Herausforderungen da auf sie zukommen. Und sie haben reagiert. Ihre Argumentation weist allerdings noch verblüffende Ähnlichkeiten auf mit jener der Musikindustrie zu Beginn der Download-Krise gegen Ende der 90er-Jahre. Die Plattenlabels betonten damals die Überlegenheit der CD gegenüber digitalen Sound-Formaten wie MP3: bessere Tonqualität und höhere Werthaltigkeit, attraktive Verpackung und das Gefühl, das ein physisches Produkt seinem Besitzer gibt – das haptische Element. Fünf Jahre später mussten sich die Labels eingestehen, dass für den gemeinen Konsumenten nichts von alledem eine Rolle spielt.

Möglich, dass dies den Buchverlagen noch bevorsteht. Denn einstweilen bauen auch sie auf die vermeintlichen Vorzüge des gebundenen Buchs gegenüber dem E-Book – die Leserfreundlichkeit, die Werthaltigkeit, die Gestaltung, den Geruch, das haptische Element. Die Verleger vertrauen auf Analog.

Derweil digitalisiert der Internetgigant Google widerrechtlich 5 Millionen Bücher und stellt sie seinen Nutzern zur Verfügung, kostenlos natürlich. Wobei Google – das soll auch einmal gesagt sein – in dieser Frage noch zu den «Good Guys» gezählt werden muss. Immerhin hat sich das kalifornische Unternehmen nun auf Verhandlungen zu einem Vergleich mit den Urhebern der Werke eingelassen. Ausserdem sollen auf Google Books nur Bücher zu finden sein, die bereits vergriffen sind. Kleinere und unabhängigere Akteure des Internets werden sich in naher Zukunft sicher weniger vornehm verhalten.

Zu denken geben sollte den Verlagen auch eine andere Entwicklung, die sich ebenfalls in Kalifornien abspielt. Um seinen Staatshaushalt zu sanieren, hat Gouverneur Arnold Schwarzenegger angeordnet, dass sämtliche kalifornischen Volksschulen umgehend auf E-Books umsatteln. Herkömmliche Schulbücher seien «veraltet, schwer und teuer», so Schwarzenegger, der mit diesem Schritt Einsparungen in der Höhe von 400 Millionen Dollar pro Jahr erzielen will. Das Beispiel könnte Schule machen. Und in spätestens fünfzehn Jahren wird es erste kalifornische Schulabgänger geben, die nie mit einem gebundenen Buch in Berührung gekommen sind. Wie viel ihnen das «haptische Element» bedeuten wird, ist zumindest fraglich.

Im März hat die Abwehrschlacht der Autoren und Verlage gegen die Gefahr aus dem Internet eine neue Dimension angenommen. Roland Reuss, Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Heidelberg, hat sich mit dem «Heidelberger Appell» direkt an seine Regierung gewandt. Reuss beklagt darin, dass das verfassungsmässig verbürgte Grundrecht von Urhebern auf freie und selbst bestimmte Publikation «massiven Angriffen ausgesetzt und nachhaltig bedroht» sei. Durch illegale Veröffentlichung urheberrechtlich geschützter Werke auf Plattformen wie Google Books und Youtube werde geistiges Eigentum seinen Produzenten entwendet – in ungeahntem Umfang und ohne strafrechtliche Konsequenzen. Deshalb fordert Reuss die Bundesregierung auf, «das bestehende Urheberrecht, die Publikationsfreiheit und die Freiheit von Forschung und Lehre entschlossen und mit allen zu Gebote stehenden Mitteln zu verteidigen».

Innert weniger Wochen hat der Heidelberger Appell über 2500 Unterzeichner gefunden. Darunter Günter Grass, Hans Magnus Enzensberger und Daniel Kehlmann, die Verleger Michael Naumann («Die Zeit») und Michael Krüger (Hanser-Verlag) sowie namhafte Dramatiker, Regisseure und Wissenschaftler.

Die Verzweiflung, die den Autor des Appells antreibt, ist unschwer zu erkennen. Jene politische Instanz, die seit Jahren vergeblich nach wirksamen Instrumenten gegen die Verbreitung von Kinderpornografie im Internet sucht, soll nun zum Schutze des Urheberrechts mit «allen zu Gebote stehenden Mitteln» gegen die Internet-Piraterie vorgehen. Eine nationale Regierung soll Krieg führen im globalen virtuellen Raum, quasi mit Pfeil und Bogen einen unsichtbaren Gegner jagen.

«Wir sehen einem Dinosaurier beim Sterben zu und überlegen uns, wie wir ihn wenigstens noch so lange am Leben halten können wie uns selbst», sagte Schriftsteller Burkhard Spinnen kürzlich an einer Tagung im Frankfurter Literaturhaus. Der sterbende Dinosaurier, das ist das Urheberrecht.

Freilich, es gibt Vorschläge, wie den Künstlern auch in der Zeit nach dem Urheberrecht gewisse Einkünfte gesichert werden könnten. Zurzeit wird ein Flat-Rate-Tarifsystem diskutiert. Ähnlich wie bei den Rundfunkgebühren, die durch die Billag eingeholt werden, könnte auf jedem Internetanschluss eine Grundgebühr für die freie digitale Nutzung von Kultur und Wissen erhoben werden. Die Einkünfte aus der Grundgebühr würden anschliessend auf die anspruchsberechtigten Urheber verteilt.

Wenn man sich vorstellt, welche Verteilungskämpfe diese Lösung nach sich ziehen würde, büsst der Flat-Rate-Ansatz an Reiz ein. Es gibt Hunderte Billionen Dateien im Internet, und hinter jeder Datei steht ein Anspruchsberechtigter, der ein möglichst grosses Stück vom Kuchen einfordern wird. Autoren und Musiker, Videokünstler und Wissenschaftler, Game-Designer und Journalisten. Eine auch nur annähernd gerechte Verteilung der Mittel scheint unmöglich angesichts der schieren Menge an Forderungen.

Alles Wissen wird frei sein. So lautet das Schreckensszenario für viele Künstler und Kreative. Die Demokratisierung des Wissens kann sich zur Demokratisierung des Unwissens verkehren. Dann nämlich, wenn sich geistige Arbeit nicht mehr lohnt.

Ich habe es aufgegeben, davon zu träumen, mit Musik reich zu werden. Für CDs, Bücher und Filme werde ich weiterhin bezahlen. Die Urheber verdienen Geld an mir. Ich finde, es steht ihnen zu. (Der Bund)

Erstellt: 24.07.2009, 12:36 Uhr

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