Zeitung heute

Kitag-Kinos unter Druck

Von . Aktualisiert am 08.10.2009

Das Pathé-Multiplex-Kino im Westside hat den Berner Kinomarkt aufgemischt. Seit der Eröffnung am 8. Oktober 2008 hätten 450'000 Besucher einen Film in einem der elf Kinosäle angeschaut.

Pathé habe mittlerweile einen Marktanteil von 40 Prozent auf dem Stadtberner Kinomarkt erwirtschaftet. «Damit sind sie nach nur einem Jahr Leader im Berner Kinomarkt», heisst es in einer Westside-Mitteilung.

Kitag entlässt Mitarbeitende

Vom Programm her in direkter Konkurrenz zu Pathé steht Kitag. Anfang des Jahres hat Direktor Philippe Täschler einen Einfluss von Pathé auf den Kinomarkt noch bestritten («Bund» vom 20.Januar). Heute spricht er von einem Besucherrückgang von rund 20 Prozent in den Kinos im Berner Stadtzentrum.

Dem Vernehmen nach haben 30 bis 40 der rund 80 Kitag-Mitarbeiter die Kündigung erhalten. Bei den Gekündigten handelt es sich meist um Studierende. Die restlichen Angestellten müssen per Anfang November Pensenreduktionen hinnehmen. So sollen unter der Woche die Kinos mit einem Vorführungssaal (Rex, Royal, Gotthard, Alhambra) nur noch von einem Mitarbeiter als Kassier und Operateur betreut werden. Für die vier Kinos ist unter der Woche nunmehr ein Placeur vorgesehen.

Die Massnahmen sind an einer Veranstaltung für Mitarbeitende mit der Konkurrenz durch Pathé begründet worden. Von Quinnie, dem zweiten Anbieter im Stadtzentrum, war gestern keine Stellungnahme zu erhalten. Quinnie hat eine andere Programmierung als Pathé und Kitag. (bob) (Der Bund)

Erstellt: 08.10.2009, 08:17 Uhr

Gratis ePaper für «Bund»-Abonnenten

Weblog «KulturStattBern»