Die schlimmsten Fehler der WM-Schiedsrichter
Von Stephan Roth, Florian A. Lehmann. Aktualisiert am 22.06.2010 27 Kommentare
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Die Leistungen der Unparteiischen an dieser Endrunde sorgen auf dem ganzen Erdball für hitzige Diskussionen. Selbst Urs Meier, der Schiedsrichterchef in der Schweiz, spart nicht mit Kritik an den Referees – und nicht nur an dem Saudi Khalil Al Ghamdi, der mit seinem zu strengen Platzverweis an Valon Behrami die Schweizer 0:1-Niederlage gegen Chile einleitete.
Besonders irritierend für Trainer, Spieler und Zuschauer ist die unterschiedliche Auslegung der Regeln. So profitierte die Schweiz gegen Spanien vom grosszügig pfeifenden Engländer Howard Webb, litt gegen Chile jedoch unter dem kleinlich auftretenden Al Ghamdi.
Fifa verwehrt technische Hilfe
Die Männer mit der Pfeife, vor drei Jahren von der Fifa ausgelesen, stehen gewaltig unter Beschuss, von den Medien, den Spielern, den Trainern. Sie können und dürfen sich nicht wehren, der Weltfussball-Verband hat ihnen ein Interviewverbot zur Spielleitung während des Turniers in Südafrika auferlegt. Pikant ist, dass sich im Vorfeld der WM europäische Schiedsrichter wie der Tessiner Massimo Busacca, der Deutsche Wolfgang Stark oder der Engländer Howard Webb gegen Videobeweise gestellt haben. Dabei hätten gerade technische Hilfsmittel krasse Fehlentscheidungen wie bei der WM-Partie Slowakei gegen Neuseeland – das zu unrecht anerkannte Offside-Tor der Slowakei zum 1:0 – oder bei der Begegnung Brasilien gegen die Elfenbeinküste – das dreiste Doppelhands von Luis Fabiano zum 2:0 Brasiliens – vermieden werden können.
Die Fifa baut weiterhin auf den sogenannten «menschlichen Faktor» und pfeift auf die Technik. Dabei fordern auch namhafte Trainer wie Bayerns Louis van Gaal oder auch Stuttgarts Schweizer Erfolgscoach Christian Gross den Videobeweis bei strittigen Torraumszenen. In diesem Punkt wäre ein Umdenken des mächtigen Verbandes in diesem Jahrhundert vonnöten.
Die umstrittensten Entscheide der WM
| Spiel | Schiedsrichter | Entscheid | Fehler | Diskutabel | Einfluss aufs Spiel |
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Erstellt: 22.06.2010, 14:15 Uhr
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27 Kommentare
Da fehlt noch der Ellbogen eines Amerikaners an den Kopf eines slowenischen Spielers, unmittelbar nach Beginn der Partie. Hätte durchaus Rot geben können, bekam aber nicht mal Gelb. Oder der Pfiff zur Halbzeit, gerade während einem slowenischen Konter (5 gegen 3). Hingegen kann man das angebliche Offiside-Tor von Chile gegen die Schweiz streichen. Da gibts nix zu diskutieren, war kein Offside. Antworten
Kompliment, dass die Autoren Roth und Lehmann Al Ghamdis Rote doch für diskutabel halten, nach all den Äußerungen in dieser Zeitung. Ansonsten finde ich die ganze Schiedsrichter-Nörgelei unwürdig und daneben. Fußball ist ein Spiel, bei dem es zum Fair-Play gehört, die Entscheidungen der Schiedsrichter zu akzeptieren. Wie lange wäre eine Liste der Manipulationsversuche seitens der Spieler? Antworten






