Wie gefährlich Fliegen wirklich ist

Eines ist klar: Wer viel reist, lebt am gefährlichsten. Ein Blick in die Statistiken der Verkehrsmittel zeigt aufschlussreiche Fakten.

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Das schlimmste Flugzeuguglück aller Zeiten: Die Kollision eines KLM Jumbos mit einem Jumbo der PanAm auf dem Flughafen Los Rodeos in Santa Cruz auf Teneriffa am 29. März 1977. Dabei wurden 644 Menschen getötet, nur 61 Passagiere überlebten. Der Pilot der KLM-Maschine hatte die Starterlaubnis nicht abgewartet.
Bild: Keystone

   

Umfrage

Laut Unfallstatistik ist das Flugzeug nach wie vor ein sicheres Verkehrsmittel. Bei welchem Verkehrsmittel haben Sie am meisten Angst vor einem Unfall?

Im Flugzeug

 
28.6%

Im Zug

 
1.8%

Im Auto

 
40.5%

Beim Velofahren

 
29.1%

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Sicherheit der Verkehrsmittel

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Wenn ein Flugzeug von A nach B fliegt, durchquert es mehrere Phasen, die ganz unterschiedlich gefährlich sind. Der Flugzeughersteller Boeing hat die Unfälle aller Linienjets weltweit in den Jahren 1998 bis 2007 analysiert. Das Resultat (siehe Grafik): Gefährlich ist die Endphase des Anflugs und die Landung. Auch beim relativ kurzen Rollen am Boden ereignen sich erstaunlich viele tödliche Unfälle, etwa bei Zusammenstössen, oder wenn ein Flugzeug über die Piste hinausgerät. Am ungefährlichsten ist der Reiseflug, der fast 60 Prozent der Zeit beansprucht, dem aber nur neun Prozent der Unfälle zuzuordnen sind.

Eine andere Sichtweise der Gefährlichkeit zeigt sich in der Unfallstatistik des US-Büros für Verkehrsunfall-Untersuchungen (NTSB): Bezogen auf 100 000 Flugstunden, gab es in den USA letztes Jahr 0,1 Unfälle bei Linienflügen, aber 1,3 bei Chartergesellschaften, 1,5 bei den Taxifliegern und 7,1 bei den in Amerika sehr beliebten Privatflugzeugen.

Überall lauert die Gefahr

Das amerikanische Amt für Luftverkehr (FAA) hat eine Liste der häufigsten Unfallursachen aufgestellt, wie sie aus den Untersuchungsberichten hervorgehen. Hier einige dieser Risikofaktoren:

  • Vogelschlag ist nicht sehr häufig, hat aber oft katastrophale Folgen, weil das Flugzeug in einer heiklen Flugphase ist.
  • Transportgut kann zum Beispiel in Brand geraten oder Rauch erzeugen.
  • Treibstofftanks können explodieren.
  • Piloten können Fehlentscheidungen treffen, oder bei den gegenseitigen Absprachen im Cockpit treten Missverständnisse auf.
  • Wetter, vor allem Eis, kann die Flugeigenschaften der Maschine beeinflussen. Navigationsgeräte oder Steuersysteme können ausfallen, zum Beispiel wegen Wartungsmängeln, oder es können Fehlfunktionen auftreten, beispielsweise Auslösen der Schubumkehr mitten im Flug.
  • Fehler der Flugzeugkonstrukteure können zu schwer erkennbaren Fehleranzeigen im Cockpit führen.
  • Fluglotsen, Mechaniker oder Ladearbeiter können Fehler machen, die ein Flugzeug in Schwierigkeiten bringen.

Es braucht eine Verkettung bis zum Unglück

Wie bei allen Unfällen gilt auch im Luftverkehr: Immer führt eine Verkettung von Faktoren zum Unfall. Und letztlich liegt die Ursache immer bei einem menschlichen Fehlverhalten. Selbst wenn «höhere Gewalt» wie ein Gewitter oder «technisches Versagen» wie ein Materialbruch geltend gemacht werden - jemand hätte das Risiko erkennen können.

Doch wie gefährlich ist das Fliegen im Vergleich mit anderen Verkehrssystemen? Das kommt auf die Statistik an. Misst man die Zahl der verunfallten Toten an der Zahl der zurückgelegten Kilometer und den Passagieren schliesst der Strassenverkehr viel schlechter ab als der Luftverkehr (siehe rechte Grafik). In der Schweiz sterben pro Milliarde Passagierkilometer 5,5 Leute auf der Strasse und nur 0,26 in der Luft. Doch konzentriert man sich auf die Wahrscheinlichkeit, dass ein bestimmtes Fahrzeug, in das man steigt, verunfallt, schliessen Autos nicht viel schlechter ab als Flugzeuge, entgegen der Beteuerungen vieler Aviatik-Experten. Laut Boeing-Statistik verunfallte in den letzten Jahren eine von 210 Maschinen weltweit. Im Schweizer Strassenverkehr sind die Zahlen ganz ähnlich: auf 236 Motorfahrzeuge kam im Jahr 2007 ein schwerer Unfall.

Am sichersten ist die Bahn

Doch solche vergleichenden Zahlenspiele sind schwierig, weil die Zahl der Unfälle je nach dem Verkehrssystem in andere Relationen gesetzt werden. Die Werte in unserer Grafik, die sich auf die zurückgelegten Passagierkilometer beziehen, sind deshalb grobe Richtgrössen. Klar ist nur, dass - egal, wie man rechnet - die Bahn das sicherste Verkehrsmittel von allen ist.

Dass die Risiken des Luft- und des Landverkehrs nicht direkt verglichen werden können, hat aber noch eine ganz andere Ursache: Es gibt selten eine echte Wahlmöglichkeit zwischen Flugzeug, Zug, Bus und Auto. Man steigt nicht ins Flugzeug, weil es sicherer ist, sondern weil man schneller ans Ziel kommt oder - bei Überseereisen - weil überhaupt keine Alternative vorhanden ist. Die enormen Kilometerleistungen, die manche Zeitgenossen auf Berufs-, Familien- und Ferienreisen übers Jahr erreichen, wären ohne das Flugzeug gar nicht möglich. Wer aber sehr viele Kilometer zurücklegt, lebt tendenziell gefährlicher, auch wenn die Transportmittel auf den einzelnen Kilometer bezogen als relativ sicher gelten.

Flugunfälle (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 01.07.2009, 11:43 Uhr

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42 Kommentare

Caroline Brunner

01.07.2009, 23:38 Uhr
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Vorsicht, der gefährlichste Ort ist das Bett, Liegestätte, darin verlieren die meisten Menschen ihr Leben, Antworten


Daniel Schatzmann

01.07.2009, 23:33 Uhr
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@ Layla Durrer - Wenn Sie im Flugzeug sitzen sind Sie eben sehr wohl vom Können und den beruflichen Fähigkeiten zweier Menschen abhängig! Oder würden Sie in ein Flugzeug steigen, das NUR von Computern gesteuert wird? - ICH NICHT! Ich kann Ihnen versichern, dass die zwei "Deko's" viel öfter in den erfolgreichen Verlauf des Fluges eingreifen als Sie es sich (bei all Ihren Fachkenntnissen) vorstellen Antworten


walter Meier

01.07.2009, 22:08 Uhr
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Ist doch alles halb so schlimm. Es wird niemand gezwungen zu Fliegen Antworten


ruedi lanz

01.07.2009, 19:41 Uhr
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Der unerbittliche Preiskampf bei der Fliegerei wird weiter gehen. Und wo kann man sparen? Beim Service sicher nicht, sonst verliert man unzufriedene Gäste. Also bleibt die Sicherheit, wo es keiner merkt, bis es zu spät ist! Antworten


Bruno Fischer

01.07.2009, 17:29 Uhr
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@harald müller. Kompromisse werden immer wieder gemacht. Nicht nur in der Fliegerei. Wie viel Zusatztreibstoff soll ein Flugzeug mitnehmen? Wie viele Systeme müssen funktionieren? usw. Wegen 1 defekten System kann ein Flugzeug nicht herunterfallen. Wo sind aber die Grenzen? Diese Entscheidungen sind sehr kostspielig. Es gibt Airlines die halten sich an vorgegebene Grenzwerte, andere etwas weniger. Antworten


Jordan Keller

01.07.2009, 17:12 Uhr
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Antwort an Hans Ulrich Sutter zu : der zivile(!) Lufverkehr ist als Ganzes unsinnig und umweltzerstörend. Der militärische Luftverkehr hatt dagegen seinen Sinn und ist umwelt aufbauend? Antworten


Tom Weibel

01.07.2009, 17:06 Uhr
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Inwieweit die verschiedenen Verkehrsmittel überhaupt einen Vergleich über deren "Gefährlichkeit" zulassen...? Tatsache ist, dass bei einem Flugzeug der Anteil der technischen Komponenten (inkl. derer f. Wetterbeobachtungen etc.) sicherlich deutlich gewichtiger ist, als z.B. bei einem Auto, wo der Faktor Mensch überwiegt. Diese "technische Sicherheit" und ihre seriöse Wartung hat aber ihren Preis! Antworten


Arnold Meier

01.07.2009, 15:05 Uhr
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@Markus Weiersmüller: Moderne Autopiloten sind in der Lage die Maschine selbstständig zu starten und zu landen - aus Gründen der Rechtssprechung (sonst ist am Schluss immer die Automation schuld) nicht gemacht werden darf, müssen diese beiden Flugmanöver halbmanuell durchgeführt werden. Eine F/A-18 E ist in der Lage per Autopilot auf einem Flugzeugträger zu starten und in den Seilen zu landen. Antworten


Andreas Becker

01.07.2009, 14:39 Uhr
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Eine Statistik pro Bewegung ist ebenfalls nicht sehr aussagekräftig: Ich steige heute in mein Auto und fahre zum Coop (1), anschliessend zur Migros (2), danach tanke ich das Auto voll (3), bringe noch die Hemden zur Reinigung (4) und schliesslich Heim (5). Jetzt kann ja jeder für sich die Schlüsse ziehen... Antworten


harald müller

01.07.2009, 13:58 Uhr
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was Bruno Fischer um 10:42 schreibt tönt beängstigend. "Kompromisse" bei Menschenleben?!? Antworten


Marc Brunner

01.07.2009, 13:46 Uhr
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Es gibt genau nur eine aussagekräftige Statistik in diesem Zusammenhang, nämlich: Unfälle pro Zeit, die jemand in einem bestimmten Transportmittel verbringt (Reisezeit). Das ist die einzige Grösse, welche dem 'natürlichen' Risikoempfinden des Menschen entspricht. Ist mir ein Rätsel wieso in Statistiken zu Unfallrisiken nie ein solches Mass verwendet wird. Antworten


Thomas Gerber

01.07.2009, 13:05 Uhr
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Der einzig Sinnvolle Vergleich zwischen Auto, Bahn, Schiff, Fahrrad, Fussgäner und Flugzeug ist die Dauer, Zeit. Wie viele Fussgänger werden getötet oder verletzt, wieviele Fahrradfahrer verunfallen innert einer Stunde, wie hoch ist das Risiko bei einer Stunde Schiff, Flugzeug oder Bahn zu sterben oder verletzt zu werden? Unser Leben ist Zeitlich begregrenzt, Also rechnen die Zeit. Thomas Gerbe Antworten


Martin Rüedi

01.07.2009, 13:00 Uhr
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Warum zählen die km nicht? Es ist die Essenz des Reisens eine gegebene Distanz zurückzulegen. Häufig gibt es zwar keine Wahl. Aber z.B. für die Sicherheit einer Auto- oder Flugreise nach Spanien ist es die absolut massgebende Grösse. Ich unterstütze auch den Beitrag, dass zwischen verschiedenen Airlines grosse Unterschiede bestehen. Sicher sind: Grosse nationale Carrier in EU, US, Asien Antworten


Hans Kunz

01.07.2009, 12:59 Uhr
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Die unsägliche, unsinnige Konkurrenz in der Fliegerei, der dadurch resultierende Preiszerfall, der Kostendruck, all das geht schon längstens zu Lasten der (technischen) Sicherheit. Bloss zugeben wird das nie jemand und darüber gesprochen wird auch nicht. Antworten


Ronnie König

01.07.2009, 12:43 Uhr
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Das Leben ist grundsätzlich mit Risiken behaftet. Wer meint es gäbe Sicherheit der irrt! Wir können nur das Risiko senken, aber nie auf Null. Und die meisten Menschen sterben immer noch im Bett. Also um sicher zu sein, sollte man so oder so nie schlafen!? Es kommt wie es kommen muss. Mit einem Schuss Fatalismus lebt man sehr angenehm und meist lange. Antworten


Roger Kuhn

01.07.2009, 12:43 Uhr
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"Wer viel reist, lebt am gefährlichsten". Diese Aussage ist unklug, ich reise überdurchschnittlich viel (> 2.5 Mio Flug-Km) und habe kein Auto, weil ich es nicht brauche und es das grössere Risiko darstellen würde. All diese Reisen (geschäftlich od. privat) erweitern meinen persönlichen Horizont, kein Stress, kein Herzinfarkt, nur Wohlbefinden. So gesehen ist alles gefährlich, nur reisen nicht. Antworten


Daniel Wigger

01.07.2009, 12:13 Uhr
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Ach herrjeh, jetzt wird wieder diskutiert, weil 2 Flugzeuge innerhalb eines Monats abgestürzt sind. Würden wir Strassentote rechnen, müsste allein in der Schweiz jedes Jahr zwei Jumbos abstürzen. In D sterben 5000 auf der Strasse - 10 Jumbos. Auf der ganzen Welt 1.2 Mio! Jeden TAG (!) 7 Jumbo Jets! Es ist unbestritten, dass es mehr Flugverkehr gibt, und deshalb auch mehr Flugunfälle. Antworten


Franz Herbert

01.07.2009, 11:29 Uhr
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"Wer viel reist, lebt am gefährlichsten", schreiben Sie schon in der Überschrift. Stimmt das denn so? Vielleicht lebt ein Bauarbeiter oder Elektriker, der kaum reist, gefährlicher, als ein Consultant, der dauernd reist. Und was ist mit dem Mensch am Herd und im Hobbykeller? Auch da gibt es Unfälle. Was ich aus der Statistik sehe ist, wenn möglich auf den Zug umsteigen - auch aus ökol. Sicht. Antworten


Kresimir Begic

01.07.2009, 10:52 Uhr
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Diese Statistik von einer verunfallten Maschine von 210 bezieht sich wahrscheinlich auf die weltweite Flotte von Passagierflugzeugen und widerspiegelt nicht die grossen Anstrengungen von westlichen Fluggesellschaften bei der Wartung der Flugzeuge und der Ausbildung der Besatzungen. Diese Anstrengungen ergeben grosse regionale Unterschiede in der Unfallstatistik. Antworten


Bruno Fischer

01.07.2009, 10:42 Uhr
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Ich war selber mehrere Jahre für die Sicherheit von Flugzeugen verantwortlich und habe auch dafür unterschrieben. Tatsache ist, dass es in wirtschaftlich schwierigen Zeiten und bei steigendem Preisdruck vermehrt zu Sicherheitstechnischen "Kompromissen" kommt. Dies betrifft nicht nur die technischen Bereiche, sondern den ganzen Ablauf. Fracht, Treibstoff, Ausbildung usw. Trotzdem fliegen ist sicher Antworten


Romy Minder

01.07.2009, 10:32 Uhr
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Auch wenn sich mein Kommentar nicht auf unsere modernen Verkehrsmittel bezieht - früher sind mit den Kutschen und durchgegangenen Pferden auch häufig Unfälle passiert - halte ich es persönlich mit Erich Kästner: "Drum seien wir ehrlich - Leben ist immer lebensgefährlich !" Antworten


Hubert Bachmann

01.07.2009, 10:26 Uhr
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"Wer aber sehr viele Kilometer zurücklegt, lebt tendenziell gefährlicher, auch wenn die Transportmittel auf den einzelnen Kilometer bezogen als relativ sicher gelten." Diese Aussage stimmt ganz und gar nicht. Der Autor ignoriert, dass auch bei anderen Tätigkeiten als dem Reisen Gefahr herrscht. Das zu-Hause-sitzen ist ja gefährlicher als ein Flug, da zu Hause viele Unfälle passieren. Antworten


Simon Kellenberger

01.07.2009, 10:12 Uhr
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Es wäre interessant, diese Statistik "pro Bewegung und Passagier" zu sehen. Eine publikation vom TA wäre toll. Antworten


Michael Bacher

01.07.2009, 10:10 Uhr
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Wahnsin! Da nützt Frau Strahm die Plattform gleich wieder für das langsam aber sicher unerträgliche Gejammer betreffend Fluglärm am EAP, andere wiederum sind Statistikexperten. Was soll dieses Echauffieren?? Erstens wäre es naiv zu glauben, dass diese Statistiken zu 100% stimmen und zweitens kann jeder selber wählen mit welchem Transportmittel er verreisen will, niemand wird gezwungen zu fliegen. Antworten


Markus Weiersmüller

01.07.2009, 10:10 Uhr
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@Layla Durrer: "moderne flugzeuge fliegen sich von selbst, starten und landen selbst". Sind Sie schon einmal während des Fluges bzw. Landung im Cockpit eines Linienflugzeuges gesessen? Oder wenigstens im Simulator, z.B. bei Swiss Aviation Training? Vermutlich nicht, sonst hätten Sie diesen Kommentar wohl nicht geschrieben. Mit Aussagen welche vom "Hörensagen" kommen zu diskutieren bringt nichts... Antworten


Patrik Muntwyler

01.07.2009, 10:05 Uhr
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Ich bin auch der Meinung, dass Statistiken welche die Sicherheit eines Fortbewegungsmittel anhand der zurückgelegten Kilometer beschreiben nicht aussagekräftig sind. Zusätzlich verfälscht wird das Bild durch den grundlegenden Unterschied der Passagierkapazitäten. Hier liessen sich höchstens die Bahn, der Omnibus und das Flugzeug vergleichen... Antworten


Fabian Högger

01.07.2009, 10:05 Uhr
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Lieber Hans Wolf Vielen Dank für diese wohlüberlegte Aussage. Leider denken viele Leute nicht mehr an Qualität. Hauptsache Quantität und alle Bedürfnisse gleichzeitig erfüllt - Luxusferien, Luxusauto, Luxuswohnung... Vielleicht haben wir bald Aldi-Autos und Lidl-Ferien im Angebot... Antworten


Reto Blaser

01.07.2009, 10:01 Uhr
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@R. Schlumpf: Meiner Meinung nach ist ihre Überl. falsch! Sie haben es nicht zu 50% in der Hand - da Sie ja nicht mit nur einem Verkehrsteiln. unterwegs sind. Derjenige der hinter-, vor- und neben ihnen sowie diejenige der Ihnen entgegenk. hat es genau so in der "Hand". Das ergibt pro Moment für Sie noch höchstens 20%. Das ist erschreckend! Aber auch im Flugzeug sind sie von mehr als 2 abhängig. Antworten


Chris Steinegger

01.07.2009, 09:58 Uhr
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Ich mag mich an eine Aussage erinnern, die ein Vertreter des National Transport Safety Boards vor etwa 2 Jahren von sich gegeben hat: "So lange es günstiger ist, tote Passagiere zu entschädigen als in die Sicherheit zu investieren, entschädigen wir tote Passagiere." So (teilweise) ist das Denken in der Luftfahrtindustrie. Sagt doch alles, oder? Jawohl, runter mit den Ticket-Preisen!!! Antworten


Roli Heller

01.07.2009, 09:34 Uhr
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@Andrea Strahm: koennen Sie noch definieren wohin Flugzeuge anderer Hersteller fallen? Dann muesste man ja auch noch definieren, ob es als Autounfall gilt wenn ich mit dem Fahrrad von einem Auto totgefahren werde - ist das nun ein Autounfall oder einfach pech? In dem Fall waere ja vielleicht das zu Fuss gehen das mit Abstand gefaehrlichste Fortbewegungsmittel. Antworten


Jérome Doster

01.07.2009, 09:30 Uhr
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Es ist schlicht falsch, analog dem TA alle Unfälle dem "menschlichen Fehlverhalten" zuzuordnen. Es gibt z.B. Risiken, die vorgängig schlicht und einfach nicht erkennbar sind. Es ist ebenso unsinnig zu glauben, beim Fliegen auf das Können von "nur" zwei Personen vertrauen zu müssen, ist das System doch einiges komplexer. - Ansonsten gilt: Glaube keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast. Antworten


Daniel Sanders

01.07.2009, 09:28 Uhr
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Erstaunlich wie es diese Flughafengegner immer schaffen in allen Berichten über den Flugverkehr paralelen zum Basler Südanflug zu ziehen!Grundsätzlich spielt es keine Rolle ob ein Jet während dem Anflug auf die ILS 34 (Süden) oder die ILS 15 (Norden) abstürzt, auch dort kann es Häuser treffen. Oder spielt das bei Fr. Strahm keine Rolle, da es ja im Ausland liegt?? ILS ist doch besser als Sichtflug Antworten


peter ess

01.07.2009, 09:03 Uhr
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Die Kommentare moegen alle stimmen aber ich fuehle mich wesentlich wohler im B777 der SQ nach Zuerich oder nach SGP als mit meiner Guetzlibuechse auf der N1 im Stau und hinter mir ein Riesenbrummer der langsam abbremsen solllet, im Schnee .... Antworten


Hans Ulrich Suter

01.07.2009, 08:57 Uhr
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Ich bin froh, dass offensichtlich mehreren Leuten bewusst ist, dass es keinen Wert hat pro Kilometer sondern, dass man um die Gefährlichkeit des Fliegens abzuschätzen, man die Unfälle pro Flugbewegung anschauen muss. Wie dem auch sei, das Fliegen ist nicht nur gfährlich, sondern der zivile(!) Lufverkehr ist als Ganzes unsinnig und umweltzerstörend. Antworten


Eberhard Rordorf

01.07.2009, 08:53 Uhr
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Es ist absurd die Unfallhäufigkeit pro zurückgelegten Kilometer zu berechnen! Natürlich schneidet hier der Luftverkehr am besten ab. Es wird ja bei einem einzigen Flug oft die Kilometerleistung eines ganzen Jahres Autofahren zurückgelegt. Richtig wäre es, die Unfallhäufigkeit pro Ereignis zu ermitteln. Also, wenn ich einmal ins Flugzeug steige, oder einmal ins Auto. Ist Fliegen da noch sicher? Antworten


Rolf Schmid

01.07.2009, 08:45 Uhr
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Weil man im Flugzeug etwa 10 x schneller reist als im Auto ist es angebracht, die Zahlen aus dem zeitlichen Aspekt heraus zu betrachten. Nimmt man die Reisezeiten anstelle der Reisedistanzen als Basis, sieht die Statistik plötzlich etwas anders aus; dann ist nämlich in der Schweiz der Strassenverkehr (5,5) nur noch doppelt so gefährlich wie der Luftverkehr (10 x 0.26 = 2.6). Interessant!? Antworten


Andrea Strahm

01.07.2009, 08:40 Uhr
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Es wird immer nur von den Reisenden gesprochen, nicht von den Unbeteiligten. Stürzt ein Airbus auf Wohngebiet ab - und das würde er hier in Basel bei Südanflug - dann trifft es viele: Das Bruderholzspital etwa liegt im Schussfeld, aber auch die Basler Innerstadt und viele andere Orte im Bereich der Anflugsschneise. Das wird polititsch völlig ignoriert. Antworten


Rolf Schlumpf

01.07.2009, 08:28 Uhr
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Klar ist das Fliegen relativ sicher, nur bin ich da vom Können (oder Nichtkönnen) zweier Menschen abhängig. Die Dunkelziffer von Beinahe-Ereignissen liegt sicher höher, als angenommen. Wieviele Piloten sind schon betrunken oder sogar übermüdet geflogen? Alles in allem: Strassenverkehr mag gefährlicher sein, nur da hab ich es zu 50% selber in der Hand, nämlich indem ich regelkonform fahre... Antworten


Otto Wyss

01.07.2009, 08:08 Uhr
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Passagierkilometer ist eine komplett falsche Bezugsgrösse, da wäre ja ein Mondflug noch wesentlich sicherer als das Eisenbahnfahren. Die einzige aufschlussreiche Bezugsgrösse ist die Reisezeit. Antworten


Jean Weiss

01.07.2009, 08:00 Uhr
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Ich bin selber Pilot, also kein Flug-gegner! Allerdings ist Fliegen viel gefährlicher als in obiger Statistik! Wie würde es aussehen wenn die Frage der Statistik lautet: "wie viele Fortbewegungsmittel die bei A starten kommen auch bei B an?" Da würden Flugzeuge am schlechtesten da stehen! Bei solchen Statistiken kommt es immer drauf an was man aussagen will, und dann biegt man sie sich zurecht. Antworten


Peter Myer

01.07.2009, 07:24 Uhr
Melden

Statistiken basierend auf geflogenen Kilometern ist Unsinn. Aus diesem Grunde kommen die Flugzeugunfälle immer sehr gut weg. Es gibt eine kanadische Statistik die Flugzeugunfälle basierend auf Starts und Landungen, Autounfälle pro Benutzung und auch Bahnunfälle pro Benutzung vergleichen und da sind die Flugzeugunfälle mit Abstand das am gefährlichsten Transportmittel. Antworten


Hans Wolf

01.07.2009, 07:19 Uhr
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Es ist doch interessant zu lesen, welches Entsetzen herrscht, wenn ein Seelen-Klipper von der Bildfläche verschwindet. Der Passagier, der nichts mehr zahlen will, ist selber schuld, und leistet diesem System munter Vorschub. 'Ich will alles haben und nichts dafür geben'. Ist das Leben "nichts"?? Antworten



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