Schweizer Solarboot gelingt Überfahrt nach Hongkong

Aktualisiert am 15.08.2011

Das weltgrösste Solarboot hat die anspruchsvolle Reise von Manila nach Hongkong überstanden. Mit der Durchquerung des Chinesischen Meers schaffte es eine wichtige Etappe auf seiner Weltumrundung.

1/15 Die letzten Meter vor der Ziellinie: Die Planet Solar trifft mit ihrer Besatzung im Hafen von Monaco ein. (4. Mai 2012)
Bild: Keystone

   

Artikel zum Thema

Google Map

Stichworte

Korrektur-Hinweis

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

Vor einer Woche gegen elf Uhr morgens hatte die MS Tûranor Planetsolar die Subic Bay auf den Philippinen in Richtung China verlassen. Zum ersten Mal habe damit ein Solar-Fahrzeug das Chinesische Meer durchquert, teilte das Unternehmen Planetsolar mit. Die Strecke zwischen der Subic Bay bei der philippinischen Hauptstadt Manila und Hongkong beträgt über 600 See-Meilen, das entspricht rund 1000 Kilometern.

Die Fahrt sei unter extrem schwierigen Bedingungen mit schwacher Sonnenbestrahlung, starken Niederschlägen und Stürmen erfolgt, heisst es weiter. «Dies machte die Navigation des grössten Solarbootes der Welt äusserst anspruchsvoll.» Mit der Durchquerung des Chinesischen Meers schaffte die Planetsolar eine wichtige Etappe auf ihrer Weltumrundung. Mit dieser wollen die Projektverantwortlichen das Potenzial von erneuerbaren Energien aufzeigen und der Forschung neue Impulse geben. Der 95 Tonnen schwere Katamaran ist 31 Meter lang und 15 Meter breit. Insgesamt haben 40 Personen darauf Platz.

«Stärke der Sonne»

Das Boot trägt auf seiner Oberseite Photovoltaik-Solarmodule mit einer Fläche von insgesamt 537 Quadratmetern und fährt mit durchschnittlich 14 Stundenkilometern (7,5 Knoten). Der Name Tûranor - «Stärke der Sonne» - stammt aus J.R.R. Tolkiens «Herr der Ringe». Der Katamaran fährt unter Schweizer Flagge. Das Projekt Planetsolar wurde 2004 auf Initiative von Raphaël Domjan gestartet. Das Unternehmen Planetsolar, das den Katamaran entwickelte, hat seinen Sitz in Yverdon VD. Gebaut wurde das Boot in Deutschland. Das Eidgenössische Departement für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) gehört zu den Projektpartnern und unterstützt PlanetSolar mit 300'000 Franken. (jak/sda)

Erstellt: 15.08.2011, 15:14 Uhr

Populär auf Facebook Privatsphäre

Meistgelesen in der Rubrik Wissen

Immobilien

Marktplatz
Wohnung/Haus suchen

Weitere Immo-Links
homegate TV
Hypotheken vergleichen
Umzug
Immobilie inserieren
Inserat erfassen

Gratis ePaper für «Bund»-Abonnenten