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Schweizer Solarboot am Klimagipfel
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Der allein mit Sonnenenergie angetriebene Schweizer Katamaran soll am Klimagipfel den schwimmenden Beweis liefern, dass Mobilität auch umweltfreundlich sein kann. Auch Bundespräsidentin Doris Leuthard wird in Cancún Gelegenheit haben, das Boot zu besichtigen, wie die Projektverantwortlichen mitteilten. Zur sechsköpfigen internationalen Crew des Katamarans gehört der Westschweizer Projektgründer Raphaël Domjan.
Der Halt in Mexiko ist für die MS Tûranor Planet Solar bloss eine Etappe: Ende September war die Crew in Monaco zu einer Weltumsegelung aufgebrochen.
Nächster Halt in San Francisco
Mindestens acht Monate wird der Katamaran auf See verbringen – auf einer Route mit maximal möglicher Sonneneinstrahlung. Weitere geplante Stationen auf den rund 50'000 Kilometern sind San Francisco, Sydney, Singapur, Abu Dhabi und der Suezkanal.
Ziel der Weltumrundung ist es, das Potenzial von erneuerbaren Energien aufzuzeigen und der Forschung Impulse zu geben. Der 95 Tonnen schwere Katamaran ist 31 Meter lang und 15 Meter breit. Insgesamt haben 40 Personen darauf Platz.
In Deutschland gebaut
Der Katamaran trägt auf seiner Oberseite Photovoltaik-Solarmodule mit einer Fläche von insgesamt 537 Quadratmetern und fährt mit durchschnittlich 14 Stundenkilometern (7,5 Knoten). Der Name Tûranor – «Stärke der Sonne» – stammt aus J.R.R. Tolkiens «Herr der Ringe». Der Katamaran fährt unter Schweizer Flagge.
Das Projekt Planet Solar war 2004 auf Initiative von Raphaël Domjan gestartet. Das Unternehmen Planet Solar, das den Katamaran entwickelte, hat seinen Sitz in Yverdon VD. Gebaut wurde das Boot in Deutschland. Kapitän ist der Franzose Patrick Marchesseau, Skipper ist Domjan. Insgesamt sind sechs Personen an Bord.
Das Eidgenössische Departement für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) gehört zu den Projektpartnern und unterstützt Planet Solar mit 300'000 Franken. (sda)
Erstellt: 09.12.2010, 14:58 Uhr
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