Kometenjäger rast an der Erde vorbei
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Der europäische Kometenjäger Rosetta soll am Freitagmorgen (8.45 Uhr) zum dritten und letzten Mal Schwung an der Erde holen. Die Raumsonde wird in nur 2500 Kilometern Abstand leicht südlich der indonesischen Insel Java über den Indischen Ozean hinwegrasen.
Die drei Tonnen schwere Sonde, an die auch die Universität Bern einen Beitrag leistete, ist auf dem Weg zum Kometen Tschurjumow-Gerasimenko, den sie 2014 erreichen soll, wie die Europäische Raumfahrtagentur ESA mitteilte. Dann werde erstmals ein Landegerät, «Philae», auf einem Kometen ausgesetzt.
Bereits im März 2005 und November 2007 nutzte Rosetta die Anziehungskraft der Erde, um die Geschwindigkeit zu erhöhen. Diesmal beschleunige der Kometenjäger auf 48'000 Kilometer pro Stunde relativ zur Erde, sagte eine Sprecher des Europäischen Satellitenkontrollzentrums ESOC.
Der Anlauf wird auch zum Forschen genutzt
Mit neuem Schwung jage er dann auf sein Ziel zu, auf das er zwischen Mars und Jupiter treffen werde. Insgesamt kostet die Mission rund 1,5 Milliarden Franken. Auch wenn die Begegnung mit der Erde an diesem Freitag in erster Linie zur Schwerkraftumlenkung genutzt werden soll, werde gleichzeitig die Gelegenheit genutzt, um das Erde-Mond-Systems weiter zu erforschen.
Viele Messinstrumente wurden in den vergangenen Tagen eingeschaltet, die den Grossteil der bisher zurückgelegten 4,5 Milliarden Kilometer ausgeschaltet waren. Im Internet können die Ereignisse verfolgt werden. (oku/sda)
Erstellt: 12.11.2009, 16:48 Uhr
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