Hoffnung auf ein Schweizer Wunderboot
Ein Schluck aus der Pulle: Alain Thébault bei der Taufe. (Bild: Keystone )
Der Prototyp des revolutionären Katamarans wird ab Oktober im Genfersee zum Einsatz kommen: Er dient der Entwicklung einer grösseren Version «Maxi». Vom neu getauften Boot erhoffen sich die Forscher Antworten auf Probleme mit der Flugdynamik, wie Alain Thébault, Kapitän und «Seele» des Projekts, erklärte. Den Champagner goss Patrick Aebischer, Präsident der ETH Lausanne (EPFL) über das neue Boot. «Das Projekt ist eine Motivationsquelle für unsere Forscher und Studenten», sagte er.
Der von der EPFL mitentwickelte Hydroptère.ch soll das Segeln revolutionieren: Er ist halb Schiff, halb Vogel. Das Boot ist ein sogenannter Trimaran: Dank Windkraft und einer ausgeklügelten Technik, die den Auftrieb im Wasser nutzt, kann Hydroptère.ch förmlich übers Wasser fliegen. Es ist ein Schritt zur Weiterentwicklung des Hydroptère, mit dessen Entwicklung der französische Segler Thébault vor rund 20 Jahren begonnen hatte.
Vorgänger bereits erfolgreich im Einsatz
Im Jahr 2009 hatte das Vorgängerboot Hydroptère zwei neue Geschwindigkeits-Weltrekorde aufgestellt: Auf 500 Metern war das Boot 95 Stundenkilometer schnell unterwegs, auf einer Seemeile erreichte es eine Geschwindigkeit von 93 Stundenkilometern.
Nun haben sich Segler Thébault und die Forscher ein neues Ziel gesetzt: Dereinst soll der «Maxi»-Hydroptère in 40 Tagen um die Welt segeln. Das Testboot Hydroptère.ch ist eine weitere Etappe auf dem Weg dorthin. (raa/sda)
Erstellt: 23.08.2010, 17:36 Uhr










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