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Der Absturz verlief wie geplant
Von Chantal Hebeisen. Aktualisiert am 02.05.2012
Geplanter Absturz: Eine Boeing 727 prallt für eine TV-Dokumentation in der Wüste von Mexiko hart auf den Boden auf und wird entzweigerissen. (Video: Youtube.com)
Der zerstörte Flugzeugrumpf der Boeing 727 nach dem Absturz. (Bild: PD / Channel 4)
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Eine leere Boeing 727 wurde am vergangenen Freitag in der Sonora-Wüste in Mexiko absichtlich zum Absturz gebracht. Die britische TV- und Filmgesellschaft Dragonfly filmte den Aufprall der Maschine mit mehreren Kameras. Die Aufnahmen bilden das Herzstück der Dokumentation zum Thema Sicherheit im Flugzeug.
Wie Flightglobal.com berichtet, wurden in der Maschine Crashtest-Dummys, wissenschaftliche Messgeräte und Kameras angebracht, um die Auswirkungen des Aufpralls auf das Flugzeuggerippe und die Passagiere zu testen. Die Maschine wurde von einem Piloten in einen abgelegenen Teil der Wüste pilotiert. Kurz vor der Absturzstelle verliess er das Flugzeug, das dann von einem Verfolgungshelikopter aus gesteuert wurde. In der Dokumentation wird später auch die Sicht des Piloten zu sehen sein – auf seinem Helm war während des Experiments eine Kamera befestigt.
Der Absturz verlief wie geplant
Auf den Amateur-Videos, die nun auf Youtube aufgetaucht sind, ist zu sehen, wie beim harten Aufprall die Nase der Boeing abgerissen wird. Wie die Produktionsfirma verlauten liess, verlief der Absturz aber wie geplant. «Es gab keine Verletzten oder Schäden an Privateigentum», erklärten die Verantwortlichen.
Aus Sicherheitsgründen wurde das Gebiet rund um die Absturzstelle gesperrt und von Sicherheitsleuten, der mexikanischen Armee sowie der Polizei gesichert, schreibt Flightglobal.com. Im Vorfeld des geplanten Absturzes wurde zudem ein Sicherheitsbericht von Piloten, Militärkommandanten und den mexikanischen Behörden erstellt, der den Test für alle Beteiligten als sicher einstufte. Nach Abschluss des Absturz-Tests soll die demolierte Maschine geborgen und die Absturzstelle gesäubert werden.
Neue Tests sollen Sicherheit der Flugpassagiere verbessern
Bereits 1984 brachte die Nasa eine Boeing 720 kontrolliert zum Absturz, um einen Brennstoffzusatz auszutesten, der verhindern soll, dass das nach einem Absturz austretende Kerosin sich in Wolken ansammelt und entzündet. Der Absturz damals verlief aber nicht nach Plan, weil die Maschine aus einer anderen Stellung heraus abstürzte als geplant. Dennoch konnten aus dem Test wichtige Erkenntnisse für die Flugsicherheit gewonnen werden.
Weil sich die Technik bei den Kameras und den technischen Hilfsmitteln seit den 80er-Jahren massiv verbessert hat, wurden nun die Tests wiederholt. Die Aufnahmen, die Dragonfly Productions in Kooperation mit dem amerikanischen Discovery Channel, dem deutschen TV-Sender Pro Sieben und dem britischen TV-Sender Channel 4 erstellt hat sollen helfen, die Sicherheit der Passagiere bei künftigen Flugzeugkatastrophen zu verbessern, wie die Verantwortlichen der Produktionsfirma schrieben. (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 02.05.2012, 12:47 Uhr
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