Davon träumten Kapitäne schon lange

Aktualisiert am 11.08.2009 8 Kommentare

Diesen Sommer werden Handelsschiffe erstmals die Nordostpassage durch die Arktis befahren. Der Grund dafür ist allerdings weniger erfreulich.

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Vor der Pionierfahrt: Das Handelsschiff MS Beluga Fraternity wird im südkoreanischen Hafen Ulsan für die Fahrt durch das Nordpolarmeer beladen.

   

Bereits im 16. Jahrhundert erkundeten holländische und englische Seefahrer die Nordostpassage, die schnellste Seeverbindung zwischen Europa und Ostasien. Packeis hinderte sie jedoch an der Durchfahrt. Erst Ende des 19. Jahrhunderts gelang es dem schwedischen Entdecker Adolf Erik Nordenskiöld, die ganze sibirische Nordküste abzufahren und durch das Nordpolarmeer nach Asien zu gelangen.

Nun steht ein neuer Meilenstein bevor: Diesen Sommer werden erstmals Handelschiffe auf der abenteuerlichen Route fahren. Möglich macht das der Klimawandel: Letztes Jahr war die Passage zum ersten Mal für einige Monate eisfrei, dieses Jahr wird der Umfang des Packeises noch weiter abnehmen, schätzen Experten. Um ganze 2 Grad ist die Temperatur in der Arktis in den letzten Hundert Jahren gestiegen.

Weniger Seemeilen, weniger Treibstoff

Ende Juli lichtete die MS Beluga Fraternity der Bremer Reederei Beluga Shipping im südkoreanischen Hafen Ulsan und nahm Kurs auf Nordrussland. Die Nordostpassage ist dabei die kürzeste Route zwischen Asien und Europa: Statt 11'000 Seemeilen – so viel beträgt die Strecke via dem Suez-Kanal – müssen Schiffe auf der Nordroute nur 8700 Meilen zurücklegen. Die Reedereien können mit der Route durchs Polarmeer viel Geld sparen, da sie weniger Treibstoff brauchen.

Niels Stolberg, geschäftsführender Gesellschafter der Beluga Shipping, ist der erste, der seine Schiffe durch die Nordostpassage fahren lässt. «Wir haben moderne Mehrzweckschergutfrachter auf neuestem technischen Stand, eine engagierte Crew sowie erfahrene russische Kapitäne, welche die Region kennen», sagt er in der «Aargauer Zeitung».

Und sollte sich das Packeis wider Erwartens schliessen, können russische Eisbrecher angefordert werden, die den Schiffen eine Fahrrinne ins Eis schlagen. (cha)

Erstellt: 11.08.2009, 14:18 Uhr

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8 Kommentare

Werner Meier

11.08.2009, 12:36 Uhr
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Ja, super, endlich ist die störende Natur nicht mehr im Wege. So können wir noch schneller, noch mehr, noch weiter, noch... - noch mehr um uns selbst drehen! Antworten


Fernando Vicent

11.08.2009, 12:47 Uhr
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Das gibt unserem in ein Eis gefrorenen Trinkwasserreservoir wohl den Todesstoss. Profitiert haben nur geldgierige Spekulanten, bürgerliche Idealisten und korrupte Bankiers. Zahlen werden es die Aermste dieser Welt sein. Man sollte diese Kapitäne und Ihre Geldgeber ...... zum Schutz der Menschheit! Antworten



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