Das Spionageflugzeug der Zukunft
Von Mahmud Tschannen. Aktualisiert am 22.07.2010
Global-Hawk-Aufnahme von Haiti kurz nach dem Erdbeben: Der zerstörte Präsidentenpalast.
Spezifikationen
Besatzung: 0
Länge: 13,54 m
Spannweite: 35,41 m
Höhe: 4,62 m
Leergewicht: 3851 kg
Maximalgewicht: 10'387 kg
Motor: Allison Rolls-Royce AE3007H Turbofan Motor; 31,4 kN Schubleistung
Maximalgeschwindigkeit: 800,0 km/h
Fluggeschwindigkeit: 650 km/h
Reichweite: 24'985 km
Flugdauer: 36 Stunden
Maximale Flughöhe: 19'812 m
Stückpreis: 45 Millionen Dollar (ohne Entwicklungskosten)
Video einer Global Hawk
Bildstrecke
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Noch ist die Entscheidung des Pentagon, welches Modell des Global Hawk gekauft werden soll, nicht definitiv. Einige der Tests des US-Militärs verliefen anscheinend noch nicht zufriedenstellend. Vor allem der Versuch, betriebsfremde Informationstechnologie einzusetzen sei gescheitert, berichtet die US-Webseite des Magazins «Defense News».
Diese Tests seien Teil eines Evaluationsprozesses des Pentagon im Bestreben, die über 50-jährige Flotte an (bemannten) Spionageflugzeugen des Typs Lockheed U-2 zu ersetzen. Eine endgültige Entscheidung wird gemäss «Defense News» erst im Oktober oder November erwartet.
Ein reines Spionagefluggerät
Drohnen des Typs RQ-4 Block 20 Global Hawk können eine Nutzlast von rund 1500 kg aufnehmen und sind mit neuster Informations- und Spionagetechnologie ausgerüstet. So können sie etwa ein Gebiet von rund 100'000 Quadratkilometern pro Tag abdecken und aus grosser Höhe hochauflösende Bilder (1,8 m Auflösung im 10-km-Bereich) machen.
Die Drohne ist nicht für offensive militärische Operationen konzipiert, sondern als reines Spionageflugzeug. Die bekannten Angriffe auf Taliban und al-Qaida in der jüngsten Zeit wurden von anderen Drohnen kleinerer Bauart durchgeführt – etwa von Predator-Drohnen des Herstellers General Atomics.
Bekannte Einsätze der Drohne Global Hawk sind die Flüge über Haiti nach dem verheerenden Erdbeben Anfang Jahr (siehe Bild). Anhand dieser Bilder konnte der Schaden besser abgeschätzt werden. So konnte beispielsweise überprüft werden, welche Strassen und Brücken noch intakt sind. (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 22.07.2010, 06:23 Uhr







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